"Burglind"
Sturmschäden: Vor allem in Aesch hat der Wald stark gelitten

Der Sturm "Burglind" hat am Mittwoch in der ganzen Schweiz für Schäden gesorgt. Auch die Limmattaler Wälder haben gelitten. Am Schlimmsten ist die Situation in Aesch.

Manuel Sackmann
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Der Sturm hat vielerorts Bäume entwurzelt und gefällt – meistens traf es jedoch kranken. (Symbolbild)

Der Sturm hat vielerorts Bäume entwurzelt und gefällt – meistens traf es jedoch kranken. (Symbolbild)

Bruno Kissling

Der Sturm Burglind, der am Mittwoch über die Schweiz fegte, hat auch die Limmattaler Wälder in Mitleidenschaft gezogen. Das Forstrevier Limmattal-Süd hat starke Schäden zu beklagen. «Wir rechnen etwa mit einer vierfachen Jahresnutzung, die am Boden liegt», sagt Förster Roland Helfenberger. Alleine in Aesch lägen rund 5000 bis 6000 Kubikmeter Holz auf dem Boden. In den übrigen Gemeinden Schlieren, Urdorf, Birmensdorf und Uitikon seien es insgesamt rund 300. Derzeit sei man damit beschäftigt, gefährliche und umsturzgefährdete Bäume zu beseitigen sowie Waldstrassen und -wege freizuräumen, so Helfenberger. Bis die Aufräumarbeiten im etwa 950 Hektaren grossen Gebiet abgeschlossen sind, könnte es jedoch noch einige Zeit dauern. «Gewisse Waldstrassen sind möglicherweise noch Wochen gesperrt», sagt Helfenberger.

Natürliche Selektionierung

Anders präsentiert sich die Situation im Revier Ober-/Unterengstringen. «Ich habe bisher wenig gesehen, das man als Schaden bezeichnen könnte», so Förster Peter Rieser. Vielmehr habe eine natürliche Selektionierung stattgefunden. «Es hat hauptsächlich kranke und schwache Bäume erwischt.» Das Gebiet sei für «Burglind» günstig gelegen. Der Sturm zog einfach darüber hinweg. Ähnliches gilt für das Forstrevier Limmattal-Nord.

Auch in den Gemeinden Bergdietikon und Dietikon halten sich die Schäden in Grenzen. «Wir haben ungefähr 300 Kubikmeter Sturmholz», sagt Felix Holenstein, der für Dietikon zuständige Förster. Das sei deutlich weniger als befürchtet. Derzeit werden die Waldwege freigeräumt und gesichert, bis morgen Abend sollten die Arbeiten abgeschlossen sein. Dennoch warnt Holenstein vor entwurzelten und gelösten Bäumen und Ästen: «Auch wenn die Wege wieder offen sind, besteht in der nächsten Zeit ein erhöhtes Risiko in den Wäldern.»