Dietikon

Sturm fegt über Limmattal hinweg – eine Schadensbilanz

Umgestürzte Bäume, in Schieflage geratene Bauteile und heruntergewehte Fassadenteile – auch das Limmattal blieb vom Sturm am frühen Freitagabend nicht verschont.

Wegen des Unwetters am frühen Freitagabend gingen bei der Kantonspolizei Zürich zwischen 18.45 und 19.30 Uhr insgesamt zwölf Meldungen aus dem Bezirk Dietikon ein. Es handelte sich dabei grösstenteils um Bäume, die aufgrund der heftigen Böen umgestürzt waren. So beispielsweise in Unterengstringen und Birmensdorf, wie eine Pressesprecherin der Kantonspolizei Zürich gegenüber der Limmattaler Zeitung bestätigte. Aber auch umgefallene Bauabschrankungen und Gerüste, die in Schieflage geraten waren, wurden bei der Polizei gemeldet. Verletzt wurde niemand. 

Drei Einsätze für Dietiker Feuerwehr

Auch die Dietiker Feuerwehr musste wegen des Sturms am Freitagabend insgesamt dreimal Ausrücken, bestätigt Roger Wiederkehr, Stabsoffizier der Feuerwehr Dietikon. Sie mussten unter anderem umgefallene Bäume und abgebrochene Äste an der Zürcher- und Fondlistrasse entfernen, sowie ein heruntergefallenes Fassadenteil und heruntergefallene Teile einer Sonnenstore vom Limmat Tower in Dietikon zusammensammeln. Diese haben sich aufgrund der heftigen Winde gelöst und lagen auf dem Trottoir, schildert ein Bewohner des Limmat-Towers, der das Geschehen mitverfolgte. Die Feuerwehr habe aus Sicherheitsgründen den Bereich abgesperrt und zusammen mit dem Hauswart die Halterung an der defekten Fassade kontrolliert, sagt Wiederkehr. Auch hier kamen keine Personen zu Schaden.

«Das Herunterfallen von Fassadenplatten darf nicht vorkommen»

Wie es dazu kommen konnte, dass sich ein Fassadenteil beim Limmat Tower lösen konnte, wird zurzeit abgeklärt, teilt Claudia Aepli, Leiterin Marketing und Kommunikation des zuständigen Immobilienunternehmen Priora, auf Anfrage mit. Es sei allerdings klar, dass einzelne Fassadenelemente bei Windgeschwindigkeiten, wie solchen am Freitagabend, nicht herausfallen dürfen. Es verstehe sich daher von selbst, dass Massnahmen für zukünftige Unwetter ergriffen werden. Die Schadenskosten können dabei noch nicht beziffert werden. Prioritär werde die Ursache des Schadenfalles des einzelnen herabgefallenen Fassadenelementes geklärt. Kostenabschätzungen und Haftungsfrage können deshalb zu diesem Zeitpunkt noch nicht kommuniziert werden, sagt Aepli. Als Totalunternehmerin werde die Priora aber die Reparaturen für das Fassadenelement durchführen – unabhängig von der Haftungsfrage.

Der Eigentümer Ausschuss hat Informationen und eine entsprechende Untersuchung mit Vorgehensplan bei Priora angefordert, sagt der Medienverantwortliche des Ausschusses, Peter Metzinger auf Anfrage. (lgi)

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