Stadtentwicklung
Studie in Schlieren: Stadtentwicklung fällt positiv aus

Eine wissenschaftliche Studie der ETH und Uni Zürich hat die Schlieremer Stadtentwicklung positiv bewertet. Die Stadt will aber noch weiter wachsen und blickt planvoll in die Zukunft.

Bastian Heiniger
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Güterstrasse
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Im 2007.
Entwicklung bis ins Jahr 2009.
Güterstrasse im Jahr 2011.

Güterstrasse

zvg

Der Schlieremer Stadtrat hat bei der Entwicklung der Stadt in den letzten acht Jahren gute Arbeit geleistet. Viele Ziele, welche die Exekutive im Stadtentwicklungskonzept aus dem Jahr 2005 formulierte, sind bereits umgesetzt worden. Dies geht aus einer wissenschaftlichen Evaluation des Konzepts und seiner Umsetzung hervor, die der Stadtrat bei der Planpartner AG in Auftrag gegeben hat. Die Evaluation stellt den Behörden insgesamt ein sehr positives Zeugnis aus. Dennoch äusserte sich Stadtpräsident Toni Brühlmann-Jecklin (SP) bei der Medienorientierung zur Evaluation auch selbstkritisch. Noch immer seien viele wichtige Entwicklungsschritte noch nicht vollbracht, sagte er: «Aus unserer Stadt wurde nicht plötzlich eine mittelalterliche Altstadt. Wir sind Schlieren geblieben.»

Die Stadt veränderte sich markant

Grosse Brachen wurden überbaut, es entstand ein Einkaufszentrum mit Wohnungen sowie Büros und auf das Gelände der ehemaligen Wagi-Fabrik kam der Bio-Technopark mit über 800 Arbeitsplätzen. Zudem gelang der Stadt eine Aufwertung des öffentlichen Raums, indem sie den öffentlichen Verkehr förderte und in Wohnquartieren flächendeckende Tempo 30-Zonen einführte.

Ein zweites Konzept lancieren

Der Bauboom in Schlieren wurde ermöglicht durch das massive Bevölkerungswachstum. In die neu entstandenen Gebieten sind vor allem junge, gut ausgebildete Personen zugezogen. Dadurch ist ebenfalls der Ausländeranteil auf 45,1 % angestiegen. Markus Bärtschiger vom Baudepartement hielt jedoch fest: Es sei für die Zukunft Schlierens entscheidend, dass die urbanen Zuzüger in der Stadt gehalten werden können. Dafür müsse nun ein zweites Entwicklungskonzept erarbeitet werden. In Zukunft will die Stadt nach innen wachsen und verdichtet bauen. «Das Haus Schlieren ist noch nicht zu Ende gebaut», sagt Bärtschiger.

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