Gleich zu Beginn erfüllte die Sinfonia von Giovanni Battista Pergolesi die Räumlichkeiten der reformierten Kirche Dietikon mit erhabenen Klängen. Die beiden Solokonzerte von Petronio Franceschini und Antonio Vivaldi interpretierten die beiden Trompeter Sarah Gross und Jan Wyss mit viel Feingefühl.

Besonders das Konzert für zwei Trompeten von Antonio Vivaldi gefiel dank dem lebendigen Spiel. Doch den Höhepunkt sparte sich das von Dirigent Günther Stückle geführte Streichorchester Dietikon beim Barock-Konzert an diesem Sonntagabend für den Schluss auf.

Wortwörtlich mit Pauken und Trompeten beeindruckte die achtsätzige Komposition von Georg Philipp Telemann mit Wucht und starkem Zusammenspiel.

Professionelle Basis

Das erst vor drei Jahren gegründete Streichorchester zählt bereits einundzwanzig Musiker. Jede Stimme wird dabei von einem professionell ausgebildeten Musiker geführt. In den Streichersätzen, bei Pergolesi und Boyce zum Beispiel, hoben die Laien-Musikerinnen und Musiker die Unterschiede von Piano und Forte gekonnt hervor.

Dank seiner langjährigen Erfahrung als Musiker beim Zürcher Kammerorchester führte Dirigent Stückle sein Orchester souverän durchs Programm. Nicht zuletzt aufgrund seiner Arbeit machte das Streichorchester in letzter Zeit grosse Fortschritte.

Beim Publikum kam der Auftritt entsprechend gut an, wie der lang anhaltende Schlussapplaus zeigte. Die Zuhörer waren nicht gewillt, das Orchester ohne Zugabe ziehenzulassen.

Harmonische Wechsel gefallen

Christine Walser aus Zürich war beeindruckt von der Leistung des Dietiker Streichorchesters: «Es war ein wunderschönes und schwungvolles Barock-Konzert. Für mich war dies eine grossartige Leistung.» Auch der Dietiker Hansjörg Gloor war angetan: «Ich finds wirklich sehr schön, dass wir in Dietikon wieder ein Streichorchester haben.»

Bei der Ouverture-Suite von Telemann habe ihm besonders der Wechsel zwischen den Geigen und den beiden Trompeten gefallen. «Diese Harmonie war wunderbar», so der reformierte Kirchenpflege-Präsident.