Entstehen soll bis Sommer 2019 ein zweiter Hort für die Primarschüler und Kindergärtler im Untergeschoss des Schulhauses Lanzrain. Zu den bisherigen 22 Hortplätzen und 10 Plätzen für den Mittagstisch im Pavillon kämen dann weitere 22 Hortplätze dazu.

Der Lunchclub, der in den Räumlichkeiten der reformierten Kirche zusätzlich an heute fünf Mittagen geführt wird, könnte sein Angebot auf zwei Tage herunterfahren. «Und wir hätten dort wieder genügend Spielraum, falls der Bedarf im neuen Schuljahr dann doch noch steigt», sagt Schulpräsidentin Elsbeth von Atzigen (parteilos). Die Berechnung der genauen Schülerzahlen sei schwierig, aber fest stehe: «Wir brauchen mehr Platz für unsere Tagesstrukturen.»

Zu 60 Prozent ausgelastet

Stimmen die Oberengstringer dem Bau eines zweiten Horts zu, geht die Schulpflege von einer Auslastung im seit 2003 betriebenen Pavillon Lanzrain von 90 Prozent aus. Der neue Hort – dem noch ein Name gegeben werden muss – wird voraussichtlich zu 60 Prozent ausgelastet sein. Insgesamt sind es heute 88 Kinder der Kindergarten- und Primarstufe, die betreut werden. Nicht miteingerechnet sind die Oberstufenschüler, die montags und dienstags im Schulhaus Allmend essen, donnerstags und freitags im Jugendhaus.

Täglich nehmen dieses Angebot zirka 5 bis 10 Jugendliche wahr. «Wenn die Oberengstringer dem Kredit für den zweiten Hort im Schulhaus Lanzrain nicht zustimmen, dann kann der Bedarf vor allem für jüngere Kinder nicht mehr gedeckt werden», sagt von Atzigen. Die Eltern wären dann gezwungen, andere Betreuungsmöglichkeiten zu suchen, ihre Berufstätigkeit einzuschränken oder die Kinder unbetreut zu lassen, so die Schulpräsidentin weiter.

Ein bedarfsgerechtes Tagesstruktur-Angebot sei aber gemäss Volksschulgesetz vorgeschrieben, heisst es auch in der Weisung. Deshalb sei der Ausbau der dafür vorgesehenen Räume im Schulhaus Lanzrain «zweckmässig und dringend angezeigt».

Tatsächlich wurde beim Bau des neuen Schulhauses Lanzrain vor drei Jahren das Untergeschoss bereits als zweiter Hort vorgesehen. Zusammen mit der Anlage Goldschmied, Sunnerai und Halde bildet es die Schulanlage GSHL. «Der Souverän hat dem zweiten Hort beim Bau des Lanzrain-Schulhauses also indirekt schon zugestimmt», sagt von Atzigen. Der neue Hort wäre laut Schulpräsidentin auch deshalb wichtig, weil es das einzige Angebot in einem schuleigenen Gebäude wäre.

Der Pavillon Lanzrain wird nämlich in den Räumen der reformierten Kirche geführt. «Der Mietvertrag läuft noch bis Sommer 2023», so von Atzigen. Wir wissen noch nicht, ob wir diesen verlängern können, finden doch derzeit viele Veränderung in der reformierten Kirche statt.» Erst kürzlich hat sich die Kirche Oberengstringen mit Höngg und Wipkingen zusammengetan (wir berichteten).

Über 300 000 Franken im Plus

Nebst dem Antrag der Schule legt die politische Gemeinde das Budget 2019 zur Genehmigung vor. Dieses sieht ein Plus von 307 900 Franken vor, dies bei einem unveränderten Steuerfuss von 112 Prozent seit 2016. Thema wird ebenfalls das Harmonisierte Rechnungsmodell 2 (HRM2) sein, welches generell im ganzen Kanton Zürich per 1. Januar 2019 eingeführt wird und das «alte» Harmonisierte Rechnungsmodell (HRM) ablöst.

Die Gemeindeversammlung Oberengstringen findet am Montag, 19 November, um 20 Uhr im
Gemeindesaal im Zentrum statt.