Oetwil/ Geroldswil
Stimmberechtigte heissen Erhöhung des Steuerfusses gut

Ohne Diskussion und ohne Gegenstimme hiessen die Geroldswiler und Oetwiler Stimmberechtigten die happige Steuerfusserhöhung von 5 Prozentpunkten gut.

Alex Rudolf
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Im Schulhaus Letten entschieden die 36 Stimmberechtigten über die Steuerfusserhöhung von 5 Prozent.

Im Schulhaus Letten entschieden die 36 Stimmberechtigten über die Steuerfusserhöhung von 5 Prozent.

Weil sich die Primarschulgemeinde Oetwil/ Geroldswil am Dienstagabend einstimmig für die Erhöhung des Steuerfusses um 5 Prozent von 32 auf 37 Prozent ausgesprochen hat, steigen im nächsten Jahr die Gesamtsteuerfüsse. Geroldswil kommt neu auf 96 Prozent, Oetwil neu auf 93 Prozent. Diese Steuerfusserhöhung spült zusätzliche 1,1 Millionen Franken in die Kassen der Primarschule, wie Finanzvorstand Marcel Meier vorrechnete. Er machte bei der Budgetpräsentation zudem deutlich, dass es diese Steuerfusserhöhung braucht.

680 Kinder bis 2018

Die Gründe seien vielfältig. Zum einen hätten weniger Steuererträge eingenommen werden können, zum anderen kommen in den nächsten Jahren hohe Kosten auf die Schule zu. So sei das Schulhaus Fahrweid sanierungsbedürftig und auch die Schülerzahlen würden laut Prognosen steigen. Während heute 619 Kinder die Primarschule der beiden Gemeinden besuchen, werden es in vier Jahren deren 680 sein. «Entweder wir erhöhen den Steuerfuss, oder wir nehmen ab 2014 jährlich Fremdkapital in der Grössenordnung von einer Million Franken auf», konstatierte Meier.

Bereits wieder 20 000 Franken im Minus

Dank dieser Steuerfusserhöhung wird die Primarschulgemeinde im kommenden Jahr einen Ertragsüberschuss von 19 000 Franken aufweisen. Dies bei Aufwendungen von knapp 12 Millionen. Es sind Investitionen in der Höhe von 200 000 Franken geplant, von denen 120 000 Franken für die Sanierung der Duschanlagen im Schulhaus Huebwies in Geroldswil und 80 000 Franken für die Schulraumplanung für die Schulanlage Fahrweid vorgesehen sind. Da sich seit Abnahme des Voranschlags neue Ausgaben ergeben hätten, sei man bereits wieder mit 20 000 Franken im Minus, so Marcel Meier.

RPK sieht keine Alternative

Auch Präsident der Rechnungsprüfungskommission (RPK), Franz Heller, gab zu, dass sein Gremium keine Freude an dieser Steuerfusserhöhung hatte. «Wir haben die Sache jedoch durchgerechnet und sind zum Schluss gekommen, dass es keine Alternative gibt», so Heller. Keiner der 36 Stimmberechtigten platzierte ein Votum, oder stimmte gegen den Voranschlag. Er wurde einstimmig angenommen.

Die beiden Kreditabrechnungen für den Umbau des Schulhauses Huebwies und die Erneuerung der Liftanlage in demselben Schulhaus winkte die Versammlung ohne Voten und einstimmig durch.