Dietikon
Sternsinger sorgten für strahlende Gesichter und gesegnete Häuser

Auch dieses Jahr machten sich die Sternsinger wieder auf, um Häuser zu segnen und die in Dietikon seit über 20 Jahren gepflegte Tradition weiterzuführen.

Aleksandra Hiltmann
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Die Sternsinger sorgten in ganz Dietikon für strahlende Gesichter

Aleksandra Hiltmann

Am früher Dienstagabend erfüllten die Kinder in farbigen Gewändern das Stadthaus mit Gesang und Rezitationen, welche durch alle Stockwerke hallten und zahlreiche Mitarbeiter aus ihren Büros lockten. Auch Stadtpräsident Otto Müller zeigte Freude über den Besuch und lud die Sternsinger ein, sich an seinem Arbeitsplatz umzusehen, bevor er sie, gestärkt mit einem goldenen Schoggitaler, weiterziehen liess.

Strahlende Gesichter gab es auch im Alters- und Gesundheitszentrum Ruggacker, als die Sternsinger im Speisesaal auftraten und den Haussegen überbrachten. Im Ortsmuseum lauschte man ebenfalls andächtig und gespannt, was die kleinen Könige und Sternträger zu verkünden hatten.

Abschluss im Ortsmuseum

Zum Abschluss des abendlichen Zuges durch Dietikon durften die Sternsinger im Ortsmuseum auf traditionelle Weise das Symbol ihres Besuches und des Segens anbringen. Mit weisser Kreide wurden die Buchstaben C+M+B – Christus mansionem bededictat (Christus segne dieses Haus) – von den Kindern an den Türrahmen geschrieben.

Jolanda Meier von der katholischen Drei-Königs-Gesellschaft zeigt sich erstaunt und erfreut darüber, dass sich die Leute mit ihren Spenden für die Sternsinger «gerade in der heutigen Zeit» so grosszügig zeigen. Das gesammelte Geld kommt seit Jahren dem Hilfsprojekt «Novo Movimiento» in São Paulo zugute, welches das Lebenswerk des vor einigen Jahren verstorbenen Paters Reginald war. «Die Leute wissen, wofür sie spenden und identifizieren sich mit dem Pater und seinem Werk», erklärt Meier die möglichen Gründe der anhaltenden Grosszügigkeit.

Seit einiger Zeit wird das jährliche Projekt zudem vom katholischen Missionswerk «Missio» unterstützt.

Frischer Wind

Diese Aufteilung der Spenden zugunsten einer weiteren Institution gehe auf die neue Jugendarbeiterin Silvia Weiss zurück. «Ihr Netzwerk in der Kirche und bei den Kindern ist für das Sternsingen unheimlich wichtig», erklärt Meier und freut sich, dass durch die Unterstützung und die Kontakte von Weiss der Fortbestand der zuvor privat getragenen Tradition weiter gesichert scheint. Auch das vermehrte Auftreten der Sternsinger im öffentlichen Raum gehe auf Weiss zurück, sagt Meier .

Über die Jahre hingegen konstant geblieben seien laut Meier die «Lieder, Texte und Abwicklung der Besuche», sowie natürlich die Freude, welche die Leute jedes Jahr von neuem an der Tradition hätten. Immerfort würden auch Erwachsene, zur Begleitung der jungen Sternsinger gesucht. Diese würden sich jedes Jahr aus eigenem Interesse und der Freude am Singen melden, fügt Meier an.