Dietikon
Sterben handwerkliche Berufslehren aus?

CVP-Kantonsrat Josef Wiederkehr macht sich Sorgen um die Zukunft der handwerklichen Berufslehre. Viele Jugendliche ziehen den universitären Bildungsweg vor. Handwerkliche Betriebe hätten deshalb Mühe, ihre Lehrstellen zu besetzen.

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Immer weniger jungen Menschen nehmen eine handwerkliche Lehre in Angriff

Immer weniger jungen Menschen nehmen eine handwerkliche Lehre in Angriff

Keystone

In einer Anfrqage will CVP-Kantonsrat Josef Wiederkehrom Regierungsrat unter anderem wissen, ob er sich dieser Problematik bewusst sei und welche Massnahmen die Regierung treffe, damit genügend gut qualifizierte Jugendliche für eine handwerkliche Berufslehre begeistert werden können. Selbst Jugendliche mit mangelnder beziehungsweise ungenügender Schulbildung, so Wiederkehr weiter, würden sich oft nicht mehr für Berufe im Handwerk interessieren.

Hinzu komme, dass heute viele Jugendliche nicht mehr die notwendigen schulischen Voraussetzungen mitbrächten, um erfolgreich eine handwerkliche Berufslehre zu bestehen. Langfristig zeichne sich sogar ein akuter Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften in der Schweiz ab. Er will deshalb wissen, welche Massnahmen der Regierungsrat vorsehe, um die Betriebe vom Betreuungsaufwand ungenügend vorgebildeter Lernender zu entlasten. Zudem interessiert ihn, welche Möglichkeiten die Regierung sehe, weniger qualifizierte arbeitslose Jugendliche zu einer Berufsausbildung zu bewegen. Weiter fragt er, welche Möglichkeiten es gebe, um auf das Potential der handwerklichen Ausbildungsberufe besser aufmerksam zu machen. (az)