Spreitenbach

«Step into action»: Jugendliche engagieren sich für Nachhaltigkeit

Das Projekt «Step into action» will Jugendliche mit einem Parcours zu mehr sozialem Engagement bewegen. Bereits zum dritten Mal führt die Organisation Euforia das Projekt «Step into action» durch.

Gelächter und Rufen füllen den Raum und an verschiedenen Informationsständen wird wild gestikuliert und erklärt. In der Umwelt-Arena Spreitenbach haben sich Schüler aus dem ganzen Kanton Zürich versammelt. Auf dem Boden hat sich eine Gruppe Jugendlicher im Kreis niedergelassen und diskutiert. «Es gefällt mir, dass sich die Organisation für andere Menschen einsetzt», erklärt Alhid Bajra, ein Schüler aus dem Berufsbildungszentrum in Dietikon. Der 19-Jährige fügt an: «So ein Anlass motiviert natürlich auch einen selber, etwas zu tun.»

Nur gut 10 Prozent engagieren sich

Bereits zum dritten Mal führt die Organisation Euforia das Projekt «Step into action» durch. Begonnen hat alles mit einer Studie, die ergab, dass sich rund 70 Prozent der jungen Menschen zwischen 16 und 25 Jahren gerne für eine nachhaltige Entwicklung engagieren würden, nur rund 10% dies aber auch wirklich tun. Das veranlasste die Verantwortlichen von Euforia dazu, das Projekt «Step into action» aufzugleisen. «Wir möchten, dass junge Menschen durch unseren Parcours über die verschiedenen Probleme informiert werden und dass Engagement bei Jungen mit der Zeit zu einer Selbstverständlichkeit wird», erklärt Corina Helfenstein, Projektleiterin von «Step into action».

Der Beginn des Parcours soll den Schülern einen persönlichen Bezug zum Thema geben. Dies geschieht auf spielerische Weise: Begleitet von Musikeinlagen wird den Schüler-Teams über Kopfhörer erzählt, wie ein Tag im Leben eines «Changemakers» aussieht. So nennt die Organisation Leute, die sich für eine nachhaltige Entwicklung engagieren.

Bei einem anderen Stand hat die Gruppe die Möglichkeit, sich mit Jugendlichen auszutauschen, die sich bereits für eine nachhaltige Entwicklung engagieren. Zum Schluss erklären rund 30 verschiedene Organisationen, wie beispielsweise WWF oder Médecins sans Frontières, den Schülern, wie sie eigene Projekte realisieren können und wo sie dafür Unterstützung bekommen.

Rote Punkte für ein Hilfswerk

Bei jedem besuchten Posten bekommt das Team rote Punkte. Diese kann die Gruppe an ein Hilfswerk ihrer Wahl spenden. Ein roter Punkt wird dafür von Euforia zu einem Franken umgewandelt.

«Step into action» kommt bei den Jugendlichen gut an: «Mir gefällt es, dass das alles auch von jungen Menschen organisiert wird. Dann fällt es mir leichter, sie ernst zu nehmen», erklärt beispielsweise der 20-jährige Fehratovic Admir aus Spreitenbach.

Wenn es nach Euforia geht, soll dies nicht der letzte Anlass von Step into action gewesen sein: «Wir hoffen, dass das Projekt bis 2016 in der ganzen Schweiz bekannt ist», so die Projektleiterin.

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