Die Limmattaler Zeitung hat die 13 Kandidierenden für die Stadtratswahlen vom 9. Februar 2014 gefragt: Wo soll die Stadt Dietikon für 2014 ihre Prioritäten setzen?

«Auch im Jahr 2014 wird der Stadtrat darauf achten, dass nur Ausgaben getätigt werden, die für die Werterhaltung der Infrastruktur unerlässlich und für die Lebensqualität der Stadt zwingend notwendig sind. Dabei wird er darauf achten, dass die Verschuldung nicht zunimmt und somit die finanzielle Tragbarkeit für zukünftige Generationen gewährleistet ist. Die bereits laufenden Anstrengungen zur Korrektur des Finanzausgleichsgesetzes sind weiterhin mit aller Kraft voranzutreiben.»

Jean-Pierre Balbiani (SVP), bisher

«Auch im Jahr 2014 wird der Stadtrat darauf achten, dass nur Ausgaben getätigt werden, die für die Werterhaltung der Infrastruktur unerlässlich und für die Lebensqualität der Stadt zwingend notwendig sind. Dabei wird er darauf achten, dass die Verschuldung nicht zunimmt und somit die finanzielle Tragbarkeit für zukünftige Generationen gewährleistet ist. Die bereits laufenden Anstrengungen zur Korrektur des Finanzausgleichsgesetzes sind weiterhin mit aller Kraft voranzutreiben.»

«Die Hauptziele liegen einmal mehr bei den Finanzen. Es muss eine Lösung mit dem Kanton geben, um den Finanzausgleich in die richtige Richtung zu lenken. Nichtsdestotrotz müssen wir unsere weiteren Aufgaben mit der nötigen Sorgfalt tätigen: so die Optimierung des Haushalts, das Fertigstellen der Schulraumplanung und der kostengünstigen Bereitstellung des benötigten Schulraums. Dennoch gilt es auch, im Tagesgeschäft mit der nötigen Sorgfalt und Weitsicht zu handeln.»

Roger Brunner (SVP), bisher

«Die Hauptziele liegen einmal mehr bei den Finanzen. Es muss eine Lösung mit dem Kanton geben, um den Finanzausgleich in die richtige Richtung zu lenken. Nichtsdestotrotz müssen wir unsere weiteren Aufgaben mit der nötigen Sorgfalt tätigen: so die Optimierung des Haushalts, das Fertigstellen der Schulraumplanung und der kostengünstigen Bereitstellung des benötigten Schulraums. Dennoch gilt es auch, im Tagesgeschäft mit der nötigen Sorgfalt und Weitsicht zu handeln.»

«Für 2014 müssen wir uns weiterhin für eine gerechte Entschädigung für unsere soziale Wohlfahrt und die Schule stark engagieren und beim Kanton Druck erzeugen. Das Wachstum der Stadt müssen wir eng begleiten und die richtigen Weichen für das Niderfeld stellen. Die Limmattalbahn wird auch 2014 ein zentrales Thema bleiben. Für Sicherheit und Sauberkeit müssen wir für den Sommer bereit sein, damit wir die Hotspots im Zentrum und bei der Nötzliwiese eng mit Polizei und SIP Dietikon begleiten können.»

Heinz Illi (EVP), bisher

«Für 2014 müssen wir uns weiterhin für eine gerechte Entschädigung für unsere soziale Wohlfahrt und die Schule stark engagieren und beim Kanton Druck erzeugen. Das Wachstum der Stadt müssen wir eng begleiten und die richtigen Weichen für das Niderfeld stellen. Die Limmattalbahn wird auch 2014 ein zentrales Thema bleiben. Für Sicherheit und Sauberkeit müssen wir für den Sommer bereit sein, damit wir die Hotspots im Zentrum und bei der Nötzliwiese eng mit Polizei und SIP Dietikon begleiten können.»

«Die Entwicklungsplanung des Niderfelds wird fortgesetzt. Schritt um Schritt sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, damit ein neuer Stadtteil mit Modellcharakter entstehen kann; dies nicht möglichst schnell, sondern mit Qualität. Die Haushaltsanierung mit Schwerpunkt Sozialhilfe und Einflussnahme auf die Wohnbaustruktur muss intensiv fortgesetzt werden. Das erarbeitete Konzept ‹Natur im Siedlungsraum› wird umgesetzt. Das Gesamtverkehrskonzept wird 2014 erarbeitet.»

Otto Müller (FDP), bisher

«Die Entwicklungsplanung des Niderfelds wird fortgesetzt. Schritt um Schritt sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, damit ein neuer Stadtteil mit Modellcharakter entstehen kann; dies nicht möglichst schnell, sondern mit Qualität. Die Haushaltsanierung mit Schwerpunkt Sozialhilfe und Einflussnahme auf die Wohnbaustruktur muss intensiv fortgesetzt werden. Das erarbeitete Konzept ‹Natur im Siedlungsraum› wird umgesetzt. Das Gesamtverkehrskonzept wird 2014 erarbeitet.»

«Für mich stehen in den kommenden Jahren folgende zwei Ziele im Vordergrund:1. Es muss gelingen, das stetige Wachstum der Sozialausgaben zu stoppen und für die überdurchschnittlichen Kosten vom Kanton eine angemessene Abgeltung zu erhalten.2. Die laufende Entwicklung im Limmatfeld und die künftige Entwicklung im Niderfeld sind weiterhin eng zu begleiten und es ist alles daranzusetzen, dass hochwertige Räume entstehen.»

Rolf Schaeren (CVP), bisher

«Für mich stehen in den kommenden Jahren folgende zwei Ziele im Vordergrund:1. Es muss gelingen, das stetige Wachstum der Sozialausgaben zu stoppen und für die überdurchschnittlichen Kosten vom Kanton eine angemessene Abgeltung zu erhalten.2. Die laufende Entwicklung im Limmatfeld und die künftige Entwicklung im Niderfeld sind weiterhin eng zu begleiten und es ist alles daranzusetzen, dass hochwertige Räume entstehen.»

Das Niderfeld ist für die Zukunft von Dietikon entscheidend. Es gilt, in diesem Entwicklungsgebiet nicht wieder dieselben Fehler wie im Limmatfeld zu machen und deshalb muss unbedingt Land für ein Schulhaus gesichert werden. Der Bau der Limmattalbahn gibt uns die Chance, die Verkehrsführung neu zu überdenken und im Zentrum verkehrsfreie Zonen zu schaffen.Gemeinnütziger Wohnungsbau muss gefördert werden, damit auch in Dietikon Familienwohnungen der Spekulation entzogen werden können.

Esther Tonini (SP), bisher

Das Niderfeld ist für die Zukunft von Dietikon entscheidend. Es gilt, in diesem Entwicklungsgebiet nicht wieder dieselben Fehler wie im Limmatfeld zu machen und deshalb muss unbedingt Land für ein Schulhaus gesichert werden. Der Bau der Limmattalbahn gibt uns die Chance, die Verkehrsführung neu zu überdenken und im Zentrum verkehrsfreie Zonen zu schaffen.Gemeinnütziger Wohnungsbau muss gefördert werden, damit auch in Dietikon Familienwohnungen der Spekulation entzogen werden können.

«Eine der grössten Herausforderungen liegt in der Lösung der bestehenden Finanzprobleme: Es ist zwingend nötig, dass die Stadt Dietikon mit Vehemenz dafür kämpft, dass die Sonderlasten im Bereich der sozialen Wohlfahrt durch den Kanton adäquat abgegolten werden, damit auf weitere Steuerfusserhöhungen verzichtet werden kann. Im Bereich der Stadtentwicklung sollten die Bedenken in weiten Teilen der Bevölkerung ernst genommen und vermehrt auf Qualität statt Quantität gesetzt werden.»

Roger Bachmann (SVP), neu

«Eine der grössten Herausforderungen liegt in der Lösung der bestehenden Finanzprobleme: Es ist zwingend nötig, dass die Stadt Dietikon mit Vehemenz dafür kämpft, dass die Sonderlasten im Bereich der sozialen Wohlfahrt durch den Kanton adäquat abgegolten werden, damit auf weitere Steuerfusserhöhungen verzichtet werden kann. Im Bereich der Stadtentwicklung sollten die Bedenken in weiten Teilen der Bevölkerung ernst genommen und vermehrt auf Qualität statt Quantität gesetzt werden.»

«Wichtig ist eine weitsichtige Planung, wie zum Beispiel beim Schulraum - darauf weisen wir schon lange hin. Ebenso muss die ganze Siedlungsentwicklung, insbesondere auch mit der Limmattalbahn, überdacht werden. Wir brauchen eine Stadt für unsere Einwohnerinnen und Einwohner und nicht eine Megacity für fremde Wirtschaftsinteressen. Bei der Verkehrsplanung ist an die schwächsten Verkehrsteilnehmer wie Fussgänger und Velofahrer zu denken. Leider wird uns die Finanzpolitik auch stark beschäftigen.»

Ernst Joss (AL), neu

«Wichtig ist eine weitsichtige Planung, wie zum Beispiel beim Schulraum - darauf weisen wir schon lange hin. Ebenso muss die ganze Siedlungsentwicklung, insbesondere auch mit der Limmattalbahn, überdacht werden. Wir brauchen eine Stadt für unsere Einwohnerinnen und Einwohner und nicht eine Megacity für fremde Wirtschaftsinteressen. Bei der Verkehrsplanung ist an die schwächsten Verkehrsteilnehmer wie Fussgänger und Velofahrer zu denken. Leider wird uns die Finanzpolitik auch stark beschäftigen.»

«Priorität sollen der Schulraum im Limmatfeld und die Planung eines Niderfelds haben, in dem Wohnlichkeit wichtiger ist als die Profite der Eigentümer. Tempo 30 und die Förderung von gemeinnützigem Wohnraum. Das Unterstützen und Einfordern von Integration, insbesondere bei Familien, damit Kinder die Voraussetzungen für die Schule erwerben. Die Mitfinanzierung der Sozialkosten durch den Kanton. Eine Imagekampagne, aktive Kommunikation und enge Zusammenarbeit zwischen Gemeinde- und Stadtrat.»

Sven Koller (SP), neu

«Priorität sollen der Schulraum im Limmatfeld und die Planung eines Niderfelds haben, in dem Wohnlichkeit wichtiger ist als die Profite der Eigentümer. Tempo 30 und die Förderung von gemeinnützigem Wohnraum. Das Unterstützen und Einfordern von Integration, insbesondere bei Familien, damit Kinder die Voraussetzungen für die Schule erwerben. Die Mitfinanzierung der Sozialkosten durch den Kanton. Eine Imagekampagne, aktive Kommunikation und enge Zusammenarbeit zwischen Gemeinde- und Stadtrat.»

«Absolut oberste Priorität hat die Sicherung der bestehenden Infrastruktur für die ansässige Bevölkerung. Die Vereinsförderung zum Beispiel, die mit Tausenden von Stunden Freiwilligenarbeit das kulturelle und gesellschaftliche Leben dieser Stadt ermöglicht, darf nicht irgendwelchen Wünschen und Visionen geopfert werden. Gleiche Priorität haben die Anpassungen an den neuen Finanzausgleich. Jammern hilft da nichts. Jede Tätigkeit muss hinterfragt und optimiert, jeder Bleistift umgedreht werden.»

Martin Müller (DP), neu

«Absolut oberste Priorität hat die Sicherung der bestehenden Infrastruktur für die ansässige Bevölkerung. Die Vereinsförderung zum Beispiel, die mit Tausenden von Stunden Freiwilligenarbeit das kulturelle und gesellschaftliche Leben dieser Stadt ermöglicht, darf nicht irgendwelchen Wünschen und Visionen geopfert werden. Gleiche Priorität haben die Anpassungen an den neuen Finanzausgleich. Jammern hilft da nichts. Jede Tätigkeit muss hinterfragt und optimiert, jeder Bleistift umgedreht werden.»

«Für den neuen Stadtrat gilt es, vorurteilsfrei und umfassend Fehlendes und Überflüssiges festzustellen und dann Ziele inklusive Zeitplan für die Legislatur zu bestimmen. Auch schon im ersten Jahr gilt es, Akzente zu setzen. Dazu gehören etwa das Nutzungskonzept für die Zehntenhausscheune, die Messung der Luftqualität von Dietikon und eine Auswertung der Arbeitsvergaben ans örtliche Gewerbe. Und nutzen wir das UNO-Jahr 2014 der bäuerlichen Familienbetriebe zu einem Anlass mit unseren Bauernhöfen.»

Lucas Neff (Grüne), neu

«Für den neuen Stadtrat gilt es, vorurteilsfrei und umfassend Fehlendes und Überflüssiges festzustellen und dann Ziele inklusive Zeitplan für die Legislatur zu bestimmen. Auch schon im ersten Jahr gilt es, Akzente zu setzen. Dazu gehören etwa das Nutzungskonzept für die Zehntenhausscheune, die Messung der Luftqualität von Dietikon und eine Auswertung der Arbeitsvergaben ans örtliche Gewerbe. Und nutzen wir das UNO-Jahr 2014 der bäuerlichen Familienbetriebe zu einem Anlass mit unseren Bauernhöfen.»

«Drei Punkte stehen im Fokus: 1. Eine Lösung mit dem Kanton finden, um zumindest einen Teil der Sonder- und Zentrumslasten abgelten zu lassen.2. Aktiv Einfluss nehmen für eine attraktive Gestaltung und Entwicklung der Siedlungsgebiete, im speziellen Niederfeld und Limmatfeld.3. Stärken von Dietikon weiter ausbauen und Defizite anpacken, denn nur bei einem attraktiven Wohn- und Arbeitsort ist der Bürger gewillt, seinen Beitrag, zum Beispiel via Steuern, zu leisten.»

Reto Siegrist (CVP), neu

«Drei Punkte stehen im Fokus: 1. Eine Lösung mit dem Kanton finden, um zumindest einen Teil der Sonder- und Zentrumslasten abgelten zu lassen.2. Aktiv Einfluss nehmen für eine attraktive Gestaltung und Entwicklung der Siedlungsgebiete, im speziellen Niederfeld und Limmatfeld.3. Stärken von Dietikon weiter ausbauen und Defizite anpacken, denn nur bei einem attraktiven Wohn- und Arbeitsort ist der Bürger gewillt, seinen Beitrag, zum Beispiel via Steuern, zu leisten.»

«Meine unvollständige Prioritätenliste: Fluglärm bekämpfen/ Kronenareal wird Kulturareal/ Limmattalbahn fährt an den Bahnhof/ Der SLS-Gestaltungsplan wird mit Moorschutz ausgearbeitet/ Niderfeld: Logistik-Terminal verhindern und die Ideen von Kulturingenieur Alwin Suter umsetzen/ Mehr Steuereinnahmen erzielen dank mehr Wohnlichkeit und einladendem Zentrum/ Wer Sozialhilfeempfänger nach Dietikon treibt, öffentlich tadeln/ Zuzüger, die wegen sonderpädagogischem Angebot kommen, an Kosten beteiligen»

Peter Wettler (SP), neu

«Meine unvollständige Prioritätenliste: Fluglärm bekämpfen/ Kronenareal wird Kulturareal/ Limmattalbahn fährt an den Bahnhof/ Der SLS-Gestaltungsplan wird mit Moorschutz ausgearbeitet/ Niderfeld: Logistik-Terminal verhindern und die Ideen von Kulturingenieur Alwin Suter umsetzen/ Mehr Steuereinnahmen erzielen dank mehr Wohnlichkeit und einladendem Zentrum/ Wer Sozialhilfeempfänger nach Dietikon treibt, öffentlich tadeln/ Zuzüger, die wegen sonderpädagogischem Angebot kommen, an Kosten beteiligen»