Der Stadtrat hat nun seine Integrationsarbeit diesen Umständen angepasst und gemeinsam mit der kantonalen Fachstelle für Integrationsfragen ein Integrationsförderprogramm ausgearbeitet.

Die Integration ausländischer Bevölkerungsgruppen wird die städtische Politik auch in Zukunft beschäftigen. Die Limmattaler Zeitung fragt die sieben Kandidierenden, die sich am 9. Februar 2014 der Stadtratswahl stellen: Auf welchem Weg lassen sich die Ausländer in der Stadt am besten integrieren? Worauf würden Sie den Fokus legen?

Wir beginnen nicht bei null. Bereits bestehende, sich bewährende Angebote müssen den verschiedenen Zielgruppen bekannt sein, und eventuell besser bekannt gemacht werden. In der Vielfalt liegt eine Stärke, aber Integrationsbereitschaft wird eingefordert und Parallelwelten sind nicht zu tolerieren. Im Vordergrund stehen die Bereiche Sprach- und Ortskenntnisse, Bildung und Weiterbildung sowie der Einstieg ins Erwerbsleben. Integration beachtet nicht nur die zugewanderte, sondern auch die einheimische Bevölkerung, denn gelingt die Integration, so kommt dies allen zugute.

Manuela Stiefel, FDP, bisher

Wir beginnen nicht bei null. Bereits bestehende, sich bewährende Angebote müssen den verschiedenen Zielgruppen bekannt sein, und eventuell besser bekannt gemacht werden. In der Vielfalt liegt eine Stärke, aber Integrationsbereitschaft wird eingefordert und Parallelwelten sind nicht zu tolerieren. Im Vordergrund stehen die Bereiche Sprach- und Ortskenntnisse, Bildung und Weiterbildung sowie der Einstieg ins Erwerbsleben. Integration beachtet nicht nur die zugewanderte, sondern auch die einheimische Bevölkerung, denn gelingt die Integration, so kommt dies allen zugute.

Das Wichtigste ist, dass die Menschen, die nach Schlieren ziehen, ob aus einer andern Gemeinde oder aus dem Ausland, sich willkommen fühlen. Das motiviert dazu, sich schnell über unsere Gepflogenheiten des Zusammenlebens zu informieren, sofern nötig, die Sprache zu lernen, mit Nachbarn den Kontakt zu suchen und am öffentlichen Leben teilzunehmen. Kompetente Beratung, das richtige Angebot für alle Altersgruppen und die Aufforderung, an der Integration zu arbeiten, kann diesen Prozess erleichtern.

Toni Brühlmann-Jecklin, SP, bisher

Das Wichtigste ist, dass die Menschen, die nach Schlieren ziehen, ob aus einer andern Gemeinde oder aus dem Ausland, sich willkommen fühlen. Das motiviert dazu, sich schnell über unsere Gepflogenheiten des Zusammenlebens zu informieren, sofern nötig, die Sprache zu lernen, mit Nachbarn den Kontakt zu suchen und am öffentlichen Leben teilzunehmen. Kompetente Beratung, das richtige Angebot für alle Altersgruppen und die Aufforderung, an der Integration zu arbeiten, kann diesen Prozess erleichtern.

Das Projet Urbain im Stadtteil Schlieren Südwest zeigt, dass es sehr schwer ist, Personen zur Mitarbeit in der Gemeinde zu animieren. Wer das wirklich will, macht das von sich aus. Den goldenen Teppich auszurollen hilft nichts. Die Stadt Schlieren muss den Menschen zeigen, dass sie willkommen sind, dass sie aber ihren Beitrag leisten müssen, um dazuzugehören. Da muss die neue Integrationsstelle ansetzen.

Christian Meier, SVP, bisher

Das Projet Urbain im Stadtteil Schlieren Südwest zeigt, dass es sehr schwer ist, Personen zur Mitarbeit in der Gemeinde zu animieren. Wer das wirklich will, macht das von sich aus. Den goldenen Teppich auszurollen hilft nichts. Die Stadt Schlieren muss den Menschen zeigen, dass sie willkommen sind, dass sie aber ihren Beitrag leisten müssen, um dazuzugehören. Da muss die neue Integrationsstelle ansetzen.

Schlieren soll den eingeschlagenen Weg weitergehen und einzelne Anstrengungen für die Integrationsförderung intensivieren. Mir liegen die Förderbereiche Sprache und Bildung sowie frühe Förderung besonders am Herzen. Spielgruppen plus haben ein grosses Potenzial für den frühen Spracherwerb und sind eine riesige Chance, den Kindern einen positiven Schuleintritt zu ermöglichen. Diskriminierung muss verhindert werden. Dies ist für die Schule Schlieren eine Selbstverständlichkeit, die wir täglich leben.

Bea Krebs, FDP, bisher

Schlieren soll den eingeschlagenen Weg weitergehen und einzelne Anstrengungen für die Integrationsförderung intensivieren. Mir liegen die Förderbereiche Sprache und Bildung sowie frühe Förderung besonders am Herzen. Spielgruppen plus haben ein grosses Potenzial für den frühen Spracherwerb und sind eine riesige Chance, den Kindern einen positiven Schuleintritt zu ermöglichen. Diskriminierung muss verhindert werden. Dies ist für die Schule Schlieren eine Selbstverständlichkeit, die wir täglich leben.

Eine Stadt ist ein Ort verdichteten Zusammenlebens. Dieses Leben funktioniert nach dem Prinzip der individuellen Freiheit, aber auch nach gemeinsamen Regeln. Integration bedeutet für mich, dass diese Regeln von allen verstanden und gelebt werden. Das bedeutet nicht nur, dass die Menschen sprachlich interagieren können - also Deutsch verstehen, sondern auch, dass sich die Neuen und die Alteingesessenen täglich auf Augenhöhe begegnen. Die Stadt soll bei beidem als Förderer und Forderer hilfreich agieren.

Markus Bärtschiger, SP, bisher

Eine Stadt ist ein Ort verdichteten Zusammenlebens. Dieses Leben funktioniert nach dem Prinzip der individuellen Freiheit, aber auch nach gemeinsamen Regeln. Integration bedeutet für mich, dass diese Regeln von allen verstanden und gelebt werden. Das bedeutet nicht nur, dass die Menschen sprachlich interagieren können - also Deutsch verstehen, sondern auch, dass sich die Neuen und die Alteingesessenen täglich auf Augenhöhe begegnen. Die Stadt soll bei beidem als Förderer und Forderer hilfreich agieren.

Sicherlich ist ein Integrationsprogramm, wie es die Stadt erarbeitet hat, für die Immigranten hilfreich und dienlich. Wir müssen aber aufpassen, dass wir dadurch nicht gleichzeitig den Anschein erwecken, dass dies alles selbstverständlich ist. Eine Frage scheint nicht geklärt: Können Zuzüger aus der Schweiz (etwa der Romandie oder dem Tessin) auch von diesem Programm profitieren? Auch sie müssen informiert, gebildet und vernetzt werden. Wichtig für die Steuerzahler wird auch sein, ob die gesetzten Ziele erreicht werden.

Pierre Dalcher, SVP, neu

Sicherlich ist ein Integrationsprogramm, wie es die Stadt erarbeitet hat, für die Immigranten hilfreich und dienlich. Wir müssen aber aufpassen, dass wir dadurch nicht gleichzeitig den Anschein erwecken, dass dies alles selbstverständlich ist. Eine Frage scheint nicht geklärt: Können Zuzüger aus der Schweiz (etwa der Romandie oder dem Tessin) auch von diesem Programm profitieren? Auch sie müssen informiert, gebildet und vernetzt werden. Wichtig für die Steuerzahler wird auch sein, ob die gesetzten Ziele erreicht werden.

Oberstes Ziel muss das friedliche Zusammenleben in Schlieren sein. Ausländer und Ausländerinnen müssen möglichst frühzeitig wissen, was von Ihnen erwartet wird, was sie zu leisten haben und was sie von uns erwarten können - was etwa ihre Rechte sind. Das hilft ihnen und uns im Umgang miteinander. Wenn sich eine Stadt so schnell entwickelt wie Schlieren, besteht immer auch die Gefahr einer Ghettoisierung. Dies muss verhindert werden. Die Integrationsarbeit muss niederschwellig sein und im Kleinen beginnen.

Stefano Kunz, CVP, neu

Oberstes Ziel muss das friedliche Zusammenleben in Schlieren sein. Ausländer und Ausländerinnen müssen möglichst frühzeitig wissen, was von Ihnen erwartet wird, was sie zu leisten haben und was sie von uns erwarten können - was etwa ihre Rechte sind. Das hilft ihnen und uns im Umgang miteinander. Wenn sich eine Stadt so schnell entwickelt wie Schlieren, besteht immer auch die Gefahr einer Ghettoisierung. Dies muss verhindert werden. Die Integrationsarbeit muss niederschwellig sein und im Kleinen beginnen.