Dietikon
Stadtrat will weitere 770000 Franken in «Krone» investieren

Rund ein Jahr nach der Eröffnung der umgebauten Taverne zur Krone stehen die im Edelrohbau erstellten Büros in den oberen Geschossen noch immer leer. Mit einem Ausbau für 770 000 Franken will der Stadtrat die Misere beheben.

matthias kessler
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Seit dem Frühjahr 2010 hängt das Plakat beim «Krone»-Areal.

Seit dem Frühjahr 2010 hängt das Plakat beim «Krone»-Areal.

mke

Irgendwie verloren, fast schon etwas traurig hängt es da: «Krone Dietikon: Geschäftsräume», heisst es auf dem Plakat an der Kreuzung Zentral-/Merkurstrasse mitten in Dietikon – mit dem rot geschriebenen Zusatz «Wir vermieten ab Frühjahr 2010».

Seit der Wiedereröffung der Taverne zur Krone im April 2010 stehen die Räumlichkeiten oberhalb des Gastrobetriebs aber leer. Das soll sich nun ändern: Der Stadtrat beantragt dem Parlament einen Kredit in der Höhe von 770000 Franken für einen Ausbau der als Büros gedachten Räumlichkeiten in den oberen drei Stockwerken des historischen Gebäudes. Zusammen mit den 2,6 Millionen Franken für den Kauf der Taverne, der Million für die Projektierung sowie den knapp 10Millionen für Umbau und Erweiterung belaufen sich die Kosten für das Prestigeojekt bei einem Ja zum Kredit auf knapp 14,5 Millionen Franken.

Eine Rendite von 4 Prozent als Ziel

Im Herbst letzten Jahres sei man kurz vor dem Abschluss eines Mietvertrages über sämtliche Obergeschosse gestanden, der Vertrag sei dann aber nicht unterzeichnet worden, schreibt der Stadtrat in seinem Antrag. Die Exekutive bezeichnet den generell schlechten Markt bei Dienstleistungsflächen als eine Ursache aus. «Zudem hat es sich gezeigt, dass die teilweise mangelnde Vorstellungskraft bezüglich des Endausbaus für die erfolgreiche Vermietung auch nicht günstig ist», resümiert der Stadtrat im Antrag.

Derzeit stehen die Räume im Edelrohbau, mit dem Ausbau will die Stadt möglichen Mietinteressenten einen Schritt entgegenkommen. Unter anderem soll Eichenparkett ausgelegt werden, die Wände werden verputzt.

Während die Stadt beim Restaurant mit einem Jahreszins von 166000 Franken kalkuliert, sollen die drei Obergeschosse inklusive Dachgeschoss mit Lager und Parkplätzen jährlich 247000 Franken einbringen. Bei der Renditeberechnung geht der Stadtrat von Anlagekosten von 9,5 Millionen Franken aus und rechnet die neu beantragten 770000 Franken dazu. Daraus resultiert eine Bruttorendite von 4 Prozent.