Die Stadt Schlieren hat einen neuen Masterplan erarbeitet, um die Kommunikation mit Einwohnern und ortsansässigen Unternehmen zu professionalisieren. Dies ergeht aus der Antwort des Stadtrats auf ein Postulat von Pascal Leuchtmann (SP), das das Parlament an der Sitzung von gestern Abend einstimmig abschrieb.

Der bisherige Masterplan Kommunikation aus dem Jahr 2006 hatte vor allem die Verbesserung der Aussenwahrnehmung der Stadt zum Ziel. Mit dem neuen Masterplan soll nun die stadtinterne Kommunikation professionalisiert und die Profilierung Schlierens als Dienstleisterin, Wohn- und Wirtschaftsstandort vorangetrieben werden. Im Budget 2013 sind für entsprechende Massnahmen 100 000 Franken eingestellt. Er sei mit der Arbeit der Stadt zufrieden, erklärte Postulant Leuchtmann. «Nach der Erarbeitung des Konzepts muss nun die Knochenarbeit der Umsetzung erfolgen.»

Analyse der Bedürfnisse angeregt

In seinem Vorstoss aus dem Jahr 2011 forderte Leuchtmann, dass die Stadt ihre Kommunikation professionalisiert. Er riet dem Stadtrat, eine Analyse der verschiedenen Anspruchsgruppen und Informationsbedürfnisse durchzuführen. Der Stadtrat antwortete nun mit der Erklärung, dass er den Masterplan überarbeitet habe.

Zum einen will die Stadt mit ihrem Konzept mehr Bürgernähe schaffen. Dazu gestaltet sie ihren Auftritt persönlicher, führt ihre Kunden transparent durch die Geschäftsprozesse und erleichtert den Zugang zur Verwaltung. Für den Wohnstandort wirbt sie, indem sie eine attraktive Umgestaltung des Zentrums anstrebt, eine städtische Identität fördert und die hohe Wohnqualität hervorhebt. Die Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandorts erfolgt über die Vernetzung der städtischen Wirtschaft und die Ansiedlung von Clustern aus Zukunftsbranchen.

Es bestehen verschiedene Massnahmen zur Umsetzung des Masterplans. So soll etwa das neue Profil Schlierens mit einem Stadtmagazin und auf anderen medialen Kanälen vermittelt werden. Auch die Website der Stadt wird weiterentwickelt. Und seit dem 1. Oktober 2012 veröffentlicht der Stadtrat seine Beschlüsse gemäss dem Öffentlichkeitsprinzip im Internet.

Knackpunkt des Masterplans Kommunikation seien die internen Kommunikationsprozesse, sagte Leuchtmann abschliessend. So sei die Publikation der stadträtlichen Antwort auf sein Postulat etwa öffentlich aufgeschaltet worden, ohne dass der Stadtrat das Parlament zuvor über ihren Inhalt informiert hatte. «Es ist wichtig, dass sämtliche Verwaltungsangestellten sich an den Masterplan halten», so Leuchtmann.

Klares Ja zum Geschäftsbericht

Ein klares Verdikt fällte das Parlament bei der Beratung des Geschäftsberichts 2012. Es folgte der Empfehlung der Geschäftsprüfungskommission und genehmigte den Bericht einstimmig. Wegen vieler Detailfragen, die alle umgehend beantwortet wurden, dauerte die Beratung des Geschäfts dennoch zwei Stunden. Die Fragen uferten inhaltlich so aus, dass Stefano Kunz (CVP) den Ordnungsantrag stellte, Fragen nur dann zuzulassen, wenn sie auf den Inhalt des Geschäftsberichts Bezug nehmen. Diesem Antrag stimmte das Parlament ebenfalls einstimmig zu.