Schlieren
Stadtrat soll sich für Verlängerung des LTB-Tunnels einsetzen

Die Schlieremer CVP-Stadtparlamentarierin Heidemarie Busch richtete ein Postulat an den Stadtrat. Dieser soll prüfen, wie bei der Limmattalbahn AG eine Verlängerung des geplanten Tunnels im Spitalquartier erwirkt werden könnte.

Florian Niedermann
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Die Postulanten möchten, dass sich der Stadtrat bei der Limmattalbahn AG dafür einsetzt, dass die LTB gänzlich unterirdisch durch das Spitalquartier geführt wird . zvg

Die Postulanten möchten, dass sich der Stadtrat bei der Limmattalbahn AG dafür einsetzt, dass die LTB gänzlich unterirdisch durch das Spitalquartier geführt wird . zvg

Was Busch und die acht Mitunterzeichnenden des Postulats erreichen möchten, ist, dass die Limmattalbahn (LTB) gänzlich unterirdisch durch das Spitalquartier bis zur vorgesehenen Haltestelle im Industriequartier Luberzen geführt wird.

Derzeit sehen die Pläne der Limmattalbahn AG vor, dass ein Tunnel von der Badenerstrasse her bis zur Färberhüslistrasse führt, und die Geleise dann entlang der Spitalstrasse oberirdisch verlaufen werden.

Busch begründet ihren Vorstoss damit, dass die Infrastruktur der LTB vor den Gebäuden an der Spitalstrasse 33-37 einen Halt mit dem Auto verunmögliche. Dadurch würden weder Krankenwagen, noch Feuerwehautos oder Zügelwagen diese Häuser erreichen.

Weiter wird im Postulat moniert, dass die Linienführung der LTB entlang der Spitalstrasse durch ein Wohnquartier führt. Oberirdisch geführt bringe die Bahn in diesem Bereich deshalb ein Sicherheitsrisiko und eine grosse Lärmbelästigung für die Anwohner mit sich.

Busch und die acht Mitunterzeichnenden ersuchen den Stadtrat deshalb, seinen Einfluss bei der Limmattalbahn AG geltend zu machen, und dafür zu sorgen, dass der fragliche Tunnel verlängert wird.

An einer Infoveranstaltung der IG Spitalquartier Mitte Februar wurde ein dahingehendes Bestreben bereits gegenüber Behördenvertretern und der Leitung der Limmattalbahn AG geäussert (siehe Ausgabe vom 17. Februar). Stadtpräsident Toni Brühlmann-Jecklin (SP) erklärte sich damals bereit, das Problem in der projektinternen Behördendelegation auf den Tisch zu bringen.

Daniel Issler von der Limmattalbahn AG sagte darauf hin, dass eine vollständige Untertunnelung des Quartiers und eine unterirdische Haltestelle beim Spital Limmattal nicht in Frage komme: «Diese Lösung würde zu betrieblichen Schwierigkeiten und zusätzlichen Kosten führen», erklärte er.