Der Schlieremer Stadtrat gab bekannt, dass er gegen das kantonale Bauprojekt an der Bernstrasse Einsprache erhoben hat. Dies, nachdem die städtische Exekutive bereits im Rahmen der Planauflage vor einem Jahr diverse Einwendungen gegen das Projekt angebracht hatte. Doch auch das überarbeitete Vorhaben entspricht nicht den Wünschen der Stadt. Um Platz für die geplante Limmattalbahn zu schaffen, soll der Autoverkehr auf die Bern- und Überlandstrasse verlagert werden. Zu diesem Zweck wird diese Achse erweitert.

Doch verlangte die Stadt bereits in ihren Einwendungen, dass die Strassenbreite überprüft und redimensioniert werden sollte. Sie argumentiert in ihrer Einsprache damit, dass sie verhindern will, dass die Bern-/ Überlandstrasse zu einer Verkehrsachse wird, die einen Teil der Bevölkerung von Schlieren trennt, heisst es in einer Mitteilung.

So moniert der Stadtrat, dass der Kanton Strassenausbau auf Vorrat betreibt. «Auch unter Berücksichtigung des zu erwartenden Wachstums ist die Strassenbreite schlecht verständlich.» Daher sei zwingend zu prüfen, ob eine Geradeaus-Spur mit einem Rechtsabbieger zusammengelegt werden könne, was zu weniger Landverbrauch führen würde. Weiter seien vom Vorhaben diverse Pflichtparkplätze betroffen, deren Ersatz frühzeitig verbindlich aufzuzeigen sei. Auch die Lage des geplanten Fussgängerstreifens auf Höhe Kantonsapotheke mache aus Sicht der Stadt keinen Sinn. «Vielmehr ist zu prüfen, ob diese Querung nicht östlich der Kreuzung Bern-/Gasometerstrasse platziert werden kann,» so die Stadt. Darüber hinaus müsse auf das schützenswerte Ortsbild des Gaswerk-Areals rücksicht genommen werden. Zwar sei diesbezüglich ein überzeugendes Leitbild entwickelt worden. «Es muss aber mittels Vertrag gesichert werden, dass dieses auch umgesetzt wird.» (aru)