Dietikon
Stadtrat erfreut über mehr Leistung fürs gleiche Geld

Die Stadt Dietikon ist sehr zufrieden mit dem Angebot der Limmatstadt AG als Standortförderungsorganisation.

Florian Schmitz
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Regierungsrätin Carmen Walker Späh besucht die Firma Optotune im Dietiker Reppischhof. (Archivbild)

Regierungsrätin Carmen Walker Späh besucht die Firma Optotune im Dietiker Reppischhof. (Archivbild)

zvg

Anfang 2019 hat die Limmatstadt AG in der Region die Funktion des aufgelösten Vereins Standortförderung Limmattal übernommen. Für den Dietiker Stadtrat hat sich dieser Wechsel gelohnt. «Die Stadt erhält heute wesentlich mehr Leistung für denselben Betrag», schreibt er in seiner Antwort auf eine Interpellation von Gemeinderat Peter Metzinger (FDP). Dieser wollte wissen, wie die Stadt konkret von der neuen Zusammenarbeit profitiere.

Die Limmatstadt AG beschäftige 250 Stellenprozente und erziele einen grösseren Wirkungsgrad als bisher, weil sich das Tätigkeitsfeld über das gesamte Limmattal vom Bellevue in Zürich bis zum Wasserschloss in Brugg erstrecke, schreibt der Stadtrat. Der aufgelöste Verein verfügte nur über 50 Stelleprozente und beschränkte sein Wirken auf den Bezirk Dietikon. Jährlich würden rund 150 Wirtschaftsmeldungen im täglichen Wirtschaftsnewsletter und rund 50 Veranstaltungen im wöchentlichen Kulturnewsletter veröffentlicht werden. Zudem verweist der Stadtrat auf das zwei Mal jährlich erscheinende Magazin «36 km» sowie weitere redaktionelle Beiträge auf der Limmatstadt-Website und in diversen sozialen Medien. «Durch den Zugang zu neuen Kanälen erhöht die Stadt ihre Sichtbarkeit und Präsenz für Dietiker Themen und stärkt überdies ihre Position als attraktiver Standort», resümiert der Stadtrat.

Zudem vermittle die Limmatstadt AG jährlich rund 20 Ansiedlungsanfragen von Unternehmen an die Mitgliedsgemeinden. Und sie stelle diesen das schweizweit erste 3D-Stadtmodell mit VR-Brille für wichtige Visualisierungen und Planungen zur Verfügung, heisst es ­weiter. Auch fördere die Limmatstadt AG den regelmässigen Austausch zu regional wichtigen Themen unter den Gemeinden.

Und nicht zuletzt habe sie sich im kantonalen Netzwerk Standortförderung stark gemacht für den im September durchgeführten Besuch von Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh beim Dietiker Unternehmen Optotune AG. Dank ihrer Aktivitäten, ihres Vernetzungsgrads und ihrer Reichweite sei die Limmatstadt AG eine schlagkräftige Standortförderungsorganisation und eine sinnvolle Ergänzung zur lokalen Standortförderung, hält der Stadtrat fest.

Zusätzliche Leistungen ohne Preiserhöhung

Als weiteren Vorteil hebt der Stadtrat hervor, dass Dietikon bei der Zusammenarbeit kein eigenes Risiko trage. Die Stadt könne im Bedarfsfall die Leistungsvereinbarung jährlich ­kündigen und profitiere von ­bestehenden Strukturen und entsprechenden privatwirtschaftlichen Investitionen. So habe die Aufstockung der Geschäftsstelle von 150 auf 250 Stellenprozente keine höheren Kosten zur Folge gehabt. Genauso wie die erwähnten Newsletter, die erst nach Abschluss der Leistungsvereinbarung als neue Kommunikationskanäle dazugekommen seien.

Der jährliche Beitrag an die Limmatstadt AG beläuft sich laut Stadtrat auf 1.20 Franken pro Einwohner und 0.80 Franken pro Arbeitsplatz, was knapp 44'000 Franken ergibt. Seit 2020 besteht für das Grundangebot eine Leistungsvereinbarung mit der Zürcher Planungsgruppe Limmattal (ZPL). Daraus resultiert folgender Kostenteiler: 40 Prozent des Betrags werden für das Grundangebot direkt durch die ZPL gedeckt, 60 Prozent übernimmt die Stadt Dietikon für die spezifischen Leistungen.