Zum Geburtstag wünsche er der Schweiz mehr Wille zur Innovation, sagte der Dietiker Stadtpräsident Otto Müller (FDP) bei seiner Festrede auf dem Kirchplatz: «Dass wir in punkto Technologie immer an der Spitze sind, ist eine wichtige Grundlage für die Beschäftigung in unserem Land.»

Der Stadtpräsident zeigte anhand der Elektromobilität und der Automatisierung des Alltags auf, wie sich diese Entwicklung fortsetzen könnte. Damit die Schweiz dabei weiterhin ihre Rolle wahrnehmen könne, brauche es einen förderlichen staatlichen Rahmen, erstklassige Ausbildungsmöglichkeiten — «und keine Angst vor dem Neuen», sagte er.

Müller zeigte an einem Beispiel auf, wie sich die Ablehnung der Veränderung zuweilen mit der sprichwörtlichen Unzufriedenheit der Bevölkerung paaren kann: «Man benutzt fleissig Bahn- und Strasseninfrastruktur durch die Alpen und freut sich über den Pioniergeist der Erbauer, ist aber gegen jede neue Strasse, Tram- oder Bahnlinie in der eigenen Umgebung.» Darauf reagierte das Publikum mit Gelächter. Die Frage, ob er mit diesem Beispiel auf die aktuelle Debatte um die Limmattalbahn ansprechen wollte, klärte Müller in seiner Rede nicht. Er mahnte aber, dass die Verantwortlichen die grösser werdende Angst vor Veränderungen «dringend ernster» nehmen müssten.

Schliesslich wünschte der Stadtpräsident der Schweiz und Dietikon auch mehr Selbstbewusstsein. Denn mit den Grundwerten der direkten Demokratie und der Meinungsfreiheit habe unser Land Modellcharakter, so Müller.