Gemeinderat Reto Bär (EVP) wollte wissen, welche Ideen der Stadtrat hatte, um das Zentrum zu beleben, bevor die Firma Halter mit dem Projekt einer Eventhalle auf die Stadt zugekommen ist. Stadtrat Jean-Claude Perrin (SVP) zeichnete nach, wie sich die Ideen für die Zentrumsentwicklung seit dem 2004/2005 durchgeführten städtischen Studienauftrag entwickelt haben. Mit dem Studienauftrag sei die Idee des Stadtplatzes entstanden (siehe Kontext).

Jürg Naumann (Quartierverein) interessierte sich für die Besucherzahlen im Freibad Im Moos. Er wollte insbesondere wissen, wie sich die Zahlen 2013 gegenüber dem letzten sowie gegenüber von vor fünf und von vor zehn Jahren präsentieren. Laut Stadtrat Christian Meier (SVP) sind 2003 50 000 Eintritte gezählt worden. «Dabei handelt es sich aber um einen einmaligen Ausreisser nach oben», so Meier. Normalerweise würden jährlich zwischen 25 000 und 33 000 Gäste die Badi besuchen. Die Zahlen für 2013 lägen aktuell bei 20 000 Eintritten. «Bei den Erwachsenen zählten wir in diesem Jahr 1000 Einzeleintritte mehr, bei den Kindern dafür 1000 weniger. Es scheint, als wäre die Badi für Kinder zu wenig attraktiv», sagte Meier.

Die Absperrungen für Fussgänger beim Lilienzentrum standen im Zentrum der Frage von Thomas Grädel (SVP). Ihm sei aufgefallen, dass seit dem Umbau des Zentrums die Kette und einzelne Pfosten fehlten, die Fussgänger davon abhielten, die Zürcherstrasse zu überqueren. «Können diese Abschrankungen erstellt werden?», wollte er wissen. Bei der Zürcherstrasse samt Trottoir handle es sich um Kantonseigentum, sagte Stadtrat Christian Meier. «Diese Strasse darf nur auf dem Fussgängerstreifen überquert werden», so Meier. Daher brauche es die Absperrungen nicht.

Auch die Beschilderung beim Tunnel an der Uitikonerstrasse ist Angelegenheit des Kantons. «Wir werden den Kanton bitten, dass er die Beschilderung überprüfen soll», antwortet Stadtrat Markus Bärtschiger (SP) auf die Frage von Rolf Wegmüller (CVP). Er wollte wissen, weshalb dort nicht auch eine Fahrverbotstafel für Fahrradfahrer gut sichtbar angebracht werden könne. Neben dem Strassentunnel bestehe parallel ein Tunnel für Fussgänger und Velos. «Dennoch ist immer wieder zu sehen, dass Fahrradfahrer den Strassentunnel befahren», so Wegmüller. Zudem wollte er wissen, wer bei einem Unfall für die Kosten aufkommen müsse. «Das kommt auf den Fall an. Die Stadt Schlieren ist aber nicht haftbar, da es sich um eine Kantonsstrasse handelt», sagte Bärtschiger.

Gedanken über die Stimmbeteiligung machte sich Gaby Niederer (Quartierverein). Laut einer Studie sinkt gesamtschweizerisch vor allem die Teilnahme der unter 30-Jährigen, sagte sie. Niederer wollte wissen, ob der Stadtrat vom Projekt «Easyvote» Kenntnis habe, das den Jungen das Behördendeutsch bei Abstimmungsvorlagen in Umgangssprache übersetze. Zudem interessierte sie, ob die Einführung von «Easyvote» für Schlieren geprüft worden sei. «Der Stadtrat kennt das Projekt und hat sich über dessen Einführung Gedanken gemacht», sagte Stadtpräsident Toni Brühlmann-Jecklin (SP). Er wolle es noch nicht einführen und die Erfolge aus anderen Gemeinden abwarten.

«Das Angebot bei den Tagesstrukturen muss ständig überprüft werden», sagte Stadträtin Bea Krebs (FDP) auf eine Frage von Jolanda Lionello (SP). Diese wollte wissen, weshalb die Kinderbetreuung im Schulhaus Kalktarren nicht den Bedürfnissen, wie andernorts, angepasst würden, beispielsweise bis 18 Uhr anstatt bis 17 Uhr. «Wir werden die Bedürfnisse so anpassen, wie es mit unseren Finanzen möglich ist», erklärte Krebs .

Mit verspäteten Bauausschreibungen befasste sich Erwin Scherrer (EVP). «Ich stelle immer wieder fest, dass Bauausschreibungen unter den amtlichen Anzeigen erst ein paar Wochen nach Bauabschluss erscheinen. Was ist der Grund für die verspäteten Ausschreibungen, und was sind die Folgen bei einer Einsprache?», wollte er deshalb wissen. Meistens würden verspätete Baugesuche aus Unwissenheit der Bauherrschaft resultieren, sagte Stadtrat Jean-Claude Perrin (SVP). «In solchen Fällen sieht das Vorgehen so aus, dass der Bauherr belehrt wird und eine Nachreichung des Baugesuchs machen muss», so Perrin. Es sei noch nie zu einer Einsprache bei einer verspäteten Bauausschreibung gekommen. In schweren Fällen könne der Bauherr auch verzeigt werden.

Dominik Ritzmann (Grüne) interessierte sich für die Autos von Toyota, die «zum zweiten Mal mitten im Zentrum von Schlieren neben der Sommerbeiz stehen.» Er wollte wissen, wieso die Fahrzeuge dort stünden, wie viele Einnahmen dadurch generiert und in welches Konto sie fliessen würden. «Der Hersteller zahlt 6000 Franken. Davon kommen 5000 Franken dem Comedy-Herbst zugute», sagte Stadträtin Manuela Stiefel (FDP). Zwar sei der Stadtrat bemüht, die Verkaufsflächen für Occasionsautos zu minimieren, gleichzeitig sei Schlieren die Autohauptstadt der Schweiz. «Man muss zwischen Neu- und Occasionsautos unterscheiden. Erstere Branche ist ein wichtiger Arbeitgeber», so Stiefel.