Bereits gibt es erste Vorschläge, wie man den Dietiker Stadtpark Kirchhalde günstiger aufwerten könnte. Denn drei Millionen Franken ist dem Stimmvolk zu viel: Es verwarf das Projekt des Stadtrats am Sonntag mit 62 Prozent Nein-Stimmen wuchtig.

Darüber, was nun mit der Kirchhalde geschehen soll, herrscht aber noch Unklarheit. Laut Stadtpräsident Otto Müller (FDP) muss der Stadtrat noch diskutieren, ob ein neues, günstigeres Projekt ausgearbeitet wird.

Diskussion um Skateranlage

Die SVP, die die Nein-Kampagne angeführt hat, findet, eine Million würde für die Aufwertung des Parks auch reichen. Nicht nötig sei etwa ein Zaun, sagt Fraktionschef Roger Bachmann. Auch das Wasserspiel müsse günstiger werden. Und: «Bei der Skateranlage kann man sich sowieso fragen, ob sie am richtigen Ort ist.»

Ein Park soll vor allem Wiesenfläche beinhalten, sagt Dominik Lamprecht, Präsident der CVP, die das Projekt ebenfalls abgelehnt hat. Zudem spare man Geld, wenn man nicht so viele Flächen mit verschiedenen Belägen gestalte. Geld sparen könne man auch, indem man Wegverzweigungen weglasse, das Wasserspiel günstiger gestalte und statt eines Zauns auf eine Hecke setze. Bei der Skateranlage will Lamprecht aber nicht sparen: Sie sei abgenutzt und müsse unbedingt saniert werden. Sie sei ein wichtiger Bestandteil des Parks und werde rege genutzt: «Als Vertreter der jungen Generation liegt mir der Raum für die Jungen sehr am Herzen.» Dieser sei sowieso schon stark begrenzt.

Auch FDP-Präsident Werner Hogg, dessen Partei die Vorlage unterstützt hatte, findet, die Skateranlage soll bleiben, wo sie sei: Soviel er wisse, habe sie nach wie vor Zuspruch. Sparen würde er eher beim Untergrund der Wiese - dort müsse man nicht so viel Geld investieren.

«Es wird schwierig»

Vorläufig gar nichts zur Aufwertung des Parks machen würde Lucas Neff, Fraktionschef der Grünen, die ebenfalls gegen das Projekt waren. «Es ist ja nicht so, dass der Park im Moment nicht stattfindet», sagt Neff. Er würde daher im Moment bloss das Nötigste sanieren und den Rest vertagen. «Es gibt in Dietikon wichtigere Prioritäten, wie zum Beispiel das Zentralschulhaus.»

Keine Sparempfehlungen abgeben wollen SP und AL, die für die Vorlage gekämpft haben. «Das Projekt war gut, wie es war», sagt SP-Präsidentin Rosmarie Joss. Sie erwarte konkrete Vorschläge von den Parteien, die ein günstigeres Projekt wollten. Das sieht auch AL-Präsident Ernst Joss so: «Nun sind die Gegner gefordert.» Jedoch glaube er, dass man mit einem billigeren Projekt dann halt nur noch eine Wiese habe. «Wenn man keine grösseren Abstriche an der Qualität machen will, wird es schwierig.»

Die Frage sei zuerst einmal, wie es mit der Kirchhalde generell weitergehen soll, sagt EVP-Präsident Thomas Wirth. Über Einsparungen habe seine Partei noch nicht gesprochen.