Schlieren
Stadt zählt den Verkehr, um Lärmpegel zu senken

Messstationen an mehreren Strassen in Schlieren zählen den Verkehr. Grund ist die Lärmschutzverordnung. Bis 2018 müssen gemäss Bund Massnahmen zur Lärmreduktion umgesetzt sein.

Florian Niedermann
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An einigen Orten in Schlieren sind Massnahmen zur Senkung des Lärmpegels nötig. (Symbolbild)

An einigen Orten in Schlieren sind Massnahmen zur Senkung des Lärmpegels nötig. (Symbolbild)

Keystone

In den vergangenen Wochen hat die Schlieremer Stadtverwaltung an mehreren Strassen – wie etwa der Güterstrasse oder beim Stadthaus – Messstationen platziert. Damit wurde der Verkehr gezählt, die passierenden Fahrzeugtypen eruiert und die gefahrenen Tempi anonym erhoben.

Die Daten hat das beauftragte Ingenieurbüro zwar noch nicht fertig ausgewertet, wie Bauvorstand Markus Bärtschiger (SP) auf Anfrage sagt. Doch bereits jetzt zeichnet sich ab, dass an einigen Stellen das Verkehrsregime angepasst oder bauliche Massnahmen ergriffen werden.

Grund für die Zählung ist die schweizerische Lärmschutzverordnung aus dem Jahr 1987. Sie verpflichtet Strassenbesitzer dazu, Massnahmen zu ergreifen, wenn die im Gesetz festgelegten Belastungsgrenzwerte überschritten werden.

Die Sanierungen entlang der Gemeinde- und Kantonsstrassen müssen bis April 2018 beendet sein. Die Verantwortung für die Umsetzung der Sanierung liegt bei kommunalen Strassen aufseiten der Gemeinden.

Der Katalog der Lärmschutzmassnahmen reicht von Tempo- oder Verkehrsreduktionen (etwa durch Umleitungen) bis zum Einbau eines geräuschreduzierenden «Flüsterbelags».

«Einige Orte» sind zu laut

In Schlieren gibt es laut Bauvorstand Bärtschiger «einige Orte», an denen die Stadt den Strassenlärm reduzieren muss: «Problematisch sind insbesondere Stellen, an denen die Gemeindestrassen in die Kantonsstrassen einmünden», sagt er.

Konkrete Beispiele könne er noch nicht nennen, solange die Verkehrszählung nicht ausgewertet sei. Die Stadt will sich jedoch baldmöglichst Klarheit verschaffen. «Bauliche Massnahmen müssen wir bald budgetieren, damit sie bis 2018 umgesetzt sind», so Bärtschiger.

Wenn die genannten Methoden nicht ausreichen, um den Strassenlärm auf ein erträgliches Niveau zu senken, so müssen die Gemeinden Massnahmen an den anliegenden Gebäuden ergreifen.

So etwa mittels lärmdämmender Fenster. Auch hier tragen die Kosten die Gemeinden selbst. In Schlieren dürften solche Fensterdämmungen laut Bärtschiger aber höchstens in Einzelfällen nötig werden. Neue Gebäude und vor allem Minergie-Häuser, wie sie in den letzten Jahren vermehrt gebaut wurden, verfügen bereits über einen angemessenen Lärmschutz.