Zwei solche Vorhaben im Raum Zürich umsetzen zu wollen, sei unrealistisch, wie der Stadtrat in seiner Antwort auf eine Kleine Anfrage von Gemeinderätin Rosmarie Joss (SP) schreibt. Sie wollte vom Stadtrat wissen, ob er die «Gelegenheit ergriffen hat, das Niderfeld auf kantonaler Ebene als möglichen Standort für einen Innovationspark zu promoten, da der ursprünglich geplante Standort Flugplatz Dübendorf etwas ins Stocken gerät».

Dem sei aber mitnichten so, gibt der Stadtrat in seiner Antwort zu Protokoll: «Der Innovationspark auf dem Flugplatzgelände in Dübendorf ist in der letzten Zeit konkreter geworden», schreibt er. Der Regierungsrat kündigte im Oktober eine Richtplanänderung an, die ersten Bagger sollen bereits 2016 in Dübendorf auffahren. Der Flugplatz berge als Standort zudem mehrere Vorteile, die im Niderfeld nicht gegeben wären: Das Land befinde sich im Besitz des Bundes, der Landpreis könne auf die Nutzung abgestimmt werden, es bestehe bereits eine Trägerschaft mit breiter Abstützung und mit 70 Hektaren sei das Flächenpotenzial gross.

Realisierungschancen sind gering

Aus diesen Gründen sei man sich bereits im November beim Planungsprozess «Ideenkonkurrenz Limmattal» der ETH Zürich einig geworden, dass es nicht viel Sinn mache, das Niderfeld als regionale Konkurrenz zum Dübendorfer Flugplatz ins Spiel zu bringen. Die Realisierungschancen eines Dietiker Innovationsparks seien angesichts Dübendorfs Vorteilen als gering einzustufen. Deshalb habe der Stadtrat auf kantonaler Ebene den Standort Niderfeld «nicht speziell eingebracht.»