Dietikon

Stadt soll Schulraumplanung prioritär behandeln

Sven Koller, Esther Tonini, Manuel Peer und Kurt Altenburger hoffen, dass es mit den Planungen für ein Schulhaus im Limmatfeld schnell vorwärts geht.

Sven Koller, Esther Tonini, Manuel Peer und Kurt Altenburger hoffen, dass es mit den Planungen für ein Schulhaus im Limmatfeld schnell vorwärts geht.

Die SP verlangt vom Stadtrat eine bessere Kommunikation bei den Planungen eines Schulhauses im Limmatfeld. «Weiter fordern wir, dass rasch ein Zeitplan für das weitere Vorgehen erstellt wird», so SP-Stadtratskandidat Sven Koller.

Ein Jahr ist es her, dass das Dietiker Stimmvolk die Vorlage für ein Mietschulhaus im Limmatfeld ablehnte. Aus Sicht der SP hat der Stadtrat seither zu wenig unternommen, um Lösungen für das Schulraumproblem im neuen Stadtquartier zu präsentieren. «Die Entwicklung bietet für Dietikon eine riesige Chance, um beispielsweise das Image zu verbessern. Wenn der Stadtrat aber nicht in der Lage ist, die notwendige Infrastruktur zur Verfügung zu stellen, dann wird diese Chance vertan», sagte SP-Stadtratskandidat Sven Koller gestern.

Die Sozialdemokraten luden ins Limmatfeld, um vor Ort ihren Forderungskatalog an den Stadtrat zu präsentieren. Sie verlangen von der Exekutive, dass die Planung für neuen Schulraum im Limmatfeld prioritär behandelt wird. Zudem soll die Exekutive die Bevölkerung und das Parlament regelmässig über den Stand der Dinge informieren.

«Weiter fordern wir, dass rasch ein Zeitplan für das weitere Vorgehen erstellt wird», so Koller. Die geplanten Provisorien für mehr Schulraum sollen vom Stadtrat überdies als kurzfristige und nicht langfristige Lösungen behandelt werden.

Dass es Provisorien in Form von Containern geben wird, da spätestens ab dem Schuljahr 2015/2016 neuer Schulraum notwendig ist, bestätigte SP-Stadträtin Esther Tonini: «Wo diese Provisorien erstellt werden, ist aber noch nicht geklärt.»

Der Stadtrat überarbeite derzeit, die gesamte Schulraumplanung. Die Container dürften aber wohl nicht im Limmatfeld aufgestellt werden, weil die Stadt Synergien nutzen will. «Wir brauchen eine Turnhalle oder Spezialräume in der Nähe der Provisorien», so die Hochbauvorsteherin. Denkbar sei etwa ein Standort beim Schulhaus Wolfsmatt.

Die Stadträtin wies den Vorwurf zurück, dass der Stadtrat aus Trotz nach der Abstimmungsniederlage nicht vorwärts gemacht habe. «Es herrschte Ratlosigkeit», sagte Tonini. Inzwischen seien viele Leute damit beschäftigt, die Planungen voranzutreiben.

Tonini gab aber auch zu, dass dies besser kommuniziert werden könnte. Vom Tisch sei die Möglichkeit Stockwerkeigentum zu erwerben. Derzeit liefen deshalb verschiedene Verhandlungen mit Privateigentümern im Limmatfeld. Zudem stehe immer noch die Option im Raum, beim Werkhof auf stadteigenem Grund ein Schulhaus zu erstellen. Dort gebe es aber Konflikte mit dem Moorschutz.

Hürzeler-Areal als Option

Dass etwas im Limmatfeld gemacht werden muss, zeigen die Zahlen, die Kurt Altenburger, Präsident der Baugenossenschaft des Bundespersonals, präsentierte. Die Genossenschaft baut zusammen mit der Sammelstiftung Nest 230 preisgünstige Wohnungen auf dem ehemaligen Rüchlig-Areal. «Wir rechnen mit etwa 660 Bewohnern», so Altenburger. Darunter seien laut Schätzungen rund 70 Primar- und 35 Sekundarschüler.

Wie wichtig bei einem solchen Entwicklungsprojekt wie dem Limmatfeld die richtige Planung ist, erläuterte der Stadtplaner und ehemalige SP-Parlamentarier Manuel Peer. Es gehöre dazu, dass sich die Stadt frühzeitig Land für den Bau eines Schulhauses sichere. Das habe man im Limmatfeld verpasst. «Mittlerweile hat sich der Bodenpreis im Limmatfeld verdoppelt. Die Stadt zahlt ihre Strafe für die Versäumnisse», so Peer. Gleichwohl ist er überzeugt, dass ein Schulhaus einer Gemeinde gehören soll. Er könne sich beispielsweise ein Schulhaus auf dem Hürzeler-Areal vorstellen.

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