Dietikon
Stadt soll in Schlieren Schulraum mieten

Der Dietiker Stadtrat soll sich darum bemühen, dass Oberstufenschüler aus dem östlichen Teil der Stadt vorübergehend im neuen Schlieremer Schulhaus «Reitmen» unterrichtet werden könnten.

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Erstklässler im Unterricht

Erstklässler im Unterricht

Keystone

Der Dietiker Stadtrat soll sich darum bemühen, dass Oberstufenschüler aus dem östlichen Teil der Stadt vorübergehend im neuen Schlieremer Schulhaus «Reitmen» unterrichtet werden könnten. Dies fordern der Dietiker SVP-Gemeinderat Rochus Burtscher und 20 Mitunterzeichnende in einem Postulat. Die Stadt Dietikon soll sich im Schlieremer Schulhaus, das voraussichtlich ab 2017 bezugsbereit ist, «für einige Jahre» einmieten, um sich so mehr Zeit für die Planung eines eigenen Schulhauses zu verschaffen.

Gemäss einer Prognose des Planungsbüros Wüest & Partner besteht in Dietikon ab 2018 ein Raumbedarf für sechs zusätzliche Klassen, ab 2023 werden es gar deren 13 sein. Im Herbst 2012 gelangte der Dietiker Stadtrat mit einer Vorlage vor das Stimmvolk, um Schulzimmer in einem Gebäude der Firma Halter am Rapidplatz im Limmatfeld einzumieten. Der Vorschlag wurde mit 68 Prozent Nein-Stimmen-Anteil verworfen. Seither prüfte die Stadt verschiedene Varianten, um dem Schulraumproblem zu begegnen – bisher erfolglos. Zuletzt stellte sich heraus, dass die Planung eines Schulhausneubaus auf einem gemeindeeigenen Grundstück beim Werkhof blockiert ist, bis der Regierungsrat die Moorschutzverordnung erlässt. Damit rechnet der Stadtrat aber frühestens in zwei Jahren.

Wiederkehr verlangt Plan B

In einem weiteren Postulat, das CVP-Gemeinderat Max Wiederkehr und 16 Mitunterzeichnende kürzlich an den Dietiker Stadtrat richteten, fordern diese die Exekutive deshalb dazu auf, eine zweite Standortvariante für den Schulhausneubau auszuarbeiten. In der Schulhausstrategie der Stadt Dietikon soll der Stadtrat konkrete Vorstudien erarbeiten, «um den Termin für die Sicherung eines möglichen Standortes nicht zu verpassen». Ansonsten sei man nach dem Erlass der Moorschutzverordnung unter Umständen «genau gleich weit wie heute», schreibt Wiederkehr. Als möglichen Standort für einen Neubau nennt er etwa das Areal des Steinmürlischulhauses, wo derzeit ab 2017 Container-Provisorien als Zwischenlösung vorgesehen sind. (fni)