Schlieren
Stadt schützt Kinder im «Möösli» besser vor Sonne

Badibesucher hatten per Petition ein Sonnensegel über dem Planschbecken gefordert. Wegen eines anderen Sicherheitsaspekts wird künftig das Nichtschwimmerbecken täglich gereinigt.

Florian Niedermann
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Hier kommt einer von zwei Sonnenschirmen hin: Planschbecken im «Möösli».

Hier kommt einer von zwei Sonnenschirmen hin: Planschbecken im «Möösli».

fni

Der Schlieremer Stadtrat will die Biobadi «Im Moos» gleich in zweifacher Hinsicht sicherer machen: Zum einen sollen Kleinkinder am Planschbecken und beim Nichtschwimmerbereich künftig den schädlichen Sonnenstrahlen nicht mehr schutzlos ausgeliefert sein. Zum anderen will der Stadtrat auch die Trittsicherheit beim Einstieg des Nichtschwimmerbeckens erhöhen. Dies teilte er gestern in einem Communiqué mit.

Anlass für die Überlegungen zur Verbesserung des Sonnenschutzes bot eine Petition von Badibesuchern, die am 1. September eingereicht worden ist. Darin hätten die Petitionäre gefordert, dass über dem Planschbecken wieder ein Sonnensegel installiert werde, wie bereits vor der Sanierung von 2010 eines vorhanden gewesen sei, sagt Werkvorstand Stefano Kunz (CVP).

Die Stadt wird nun zwei grosse Sonnenschirme installieren – einen beim Planschbecken selbst, den anderen zwischen Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken. «Denn auch dort tummeln sich im knietiefen Wasser viele Kleinkinder», so Kunz. Auf der Liegewiese könnten Badibesucher zwar mit eigenen Sonnenschirmen für den nötigen Schutz sorgen. Um die Becken herum sei dies wegen der Platten- und Betonböden aber nicht möglich.

Einstieg ins Becken wird sicherer

Eine weitere Massnahme, um die Besucher des «Mööslis» vor Schäden zu bewahren, betrifft die Trittsicherheit beim Nichtschwimmerbereich. Die CVP-Gemeinderätin Sarah Impusino richtete Anfang September eine Kleine Anfrage an den Stadtrat, in der sie ihre Besorgnis über den rutschigen Boden im Nichtschwimmerbecken äusserte. Der Algenbefall machte das Becken bisher oft sehr glitschig. Impusino fragte deshalb den Stadtrat, ob das Putzkonzept im Freibad verbessert werden könnte, um die Algen vom Boden des Nichtschwimmerbereichs zu entfernen.

Auch dieser Forderung will die Exekutive Folge leisten. Um die Sicherheit zu erhöhen, würden ab der nächsten Badesaison der Strandeinlauf und die Treppe des Nichtschwimmerbeckens täglich statt nur alle zwei Tage mit einem Hochdruckgerät gereinigt, schreibt der Stadtrat im Communiqué.

Unklar ist derzeit noch, ob die tägliche Reinigung des Beckeneinstiegs zusätzliche Arbeitskräfte erfordert. «Wir müssen diesbezüglich erst Erfahrungen sammeln, bevor wir Entscheidungen treffen», erklärt Kunz.

Ein Spezialmittel wird getestet

Zusätzlich zum neuen Putzregime plant die Stadt, die Granitbodenplatten beim Einstieg ins Becken versuchsweise mit einem Spezialmittel zu behandeln. Dieses soll eine rutschhemmende Wirkung entfalten. «Das Mittel verschliesst die Poren der Beckenoberfläche und hemmt so den Algenbefall», erklärt Kunz. Ab Anfang kommender Saison werde das Mittel getestet. «Ob es definitiv zum Einsatz kommt, können wir aber wohl erst vor der Sommersaison 2016 entscheiden», sagt er.