Sanierung
Stadt Schlieren wird vier Spielplätze schliessen – in andere investiert sie

Im Topf für die Spielplatz-Sanierung in Schlieren befindet sich noch eine Million Franken, die die Stadt bei vier Anlagen einsetzen will.

Alex Rudolf
Drucken
Teilen
In Schlieren soll es bald weniger Kinderspielplätze geben. Diese sollen dafür gut gestaltet sein.

In Schlieren soll es bald weniger Kinderspielplätze geben. Diese sollen dafür gut gestaltet sein.

Florian Niedermann

Mit über 40 000 Quadratmetern Spielplatzfläche haben Schlieremer Kinder im Vergleich mit anderen Städten und Gemeinden viel Platz zum Spielen. Doch stammt ein Grossteil der Anlagen aus den 1980erJahren und muss demnach saniert werden. Seit dieser Woche steht nun fest, wie die Stadt hier vorzugehen gedenkt. So veröffentlichte die Exekutive unter der Federführung von Werkvorstand Stefano Kunz (CVP) eine Auflistung der Anlagen, die als Nächstes saniert werden sollen. Die Devise lautet: Lieber wenige und dafür gut gestaltete Spielplätze, die vom ganzen Quartier genutzt werden, erhalten und erneuern, als möglichst viele Spielplätze unterhalten.

Wie viel die Stadt für die Arbeiten an den Spielplätzen ausgeben darf, steht bereits seit längerem fest. Es sind 1,35 Millionen Franken.

Knapp 400 000 Franken davon wurden bereits vergangenes Jahr für die Erneuerung des Spielplatzes Schönenwerd ausgegeben. An einer Informationsversammlung vom vergangenen Februar führte dies zu Unmut bei bürgerlichen Besuchern. Sie kritisierten, dass bereits Geld in die Hand genommen worden sei, ohne dass eine Gesamtschau bezüglich der anstehenden Ausgaben bestehe.

Bereits damals gab Werkvorstand Stefano Kunz bekannt, dass das Quartier Schulstrasse als Nächstes eine Spielplatz-Aufwertung erhalten solle. Im Fokus stand damals jener auf der Schärerwiese. Dies, weil das Quartier über sehr wenig Spielmöglichkeiten verfüge. Hier darf die Aufwertung 200 000 Franken kosten. Im Jahr 2020 soll dann der Spielplatz Im Rohr für 340 000 Franken saniert werden. Dies, weil man der Meinung ist, dass nach dem zentral gelegenen Spielplatz Schärerwiese ein Landschaftsspielplatz an der Reihe sei.

Vier Plätze werden geschlossen

Im Jahr darauf folgt der Spielplatz im Stadtpark, der für 200 000 Franken gesamterneuert werden soll. Und wiederum ein Jahr später der Spielplatz Chamb auf dem Schlieremerberg. Für diesen plant die Stadt Ausgaben von 220 000 Franken. Wie bereits beim Spielplatz Schönenwerd werde die Stadt ein Partizipativ-Verfahren bei der Neugestaltung der Anlage Schärerwiese anwenden. Lanciert wird dieses anlässlich des Spielplatznachmittags vom 23. Juni. Dann könne die Quartierbevölkerung vor Ort ihre Anliegen und Bedenken einbringen. Und was geschieht mit den restlichen Spielplätzen? Diese werden entweder geschlossen oder aber Privaten übergeben, wie Stefano Kunz auf Anfrage sagt. Dabei handelt es sich um die Spielplätze Bundentalstrasse, Limmatstrasse, Freiestrasse und Gugel. Gespräche mit angrenzenden Grundeigentümern würden nun, da der Stadtrat das Konzept beschlossen habe, gesucht. «Es ist aber nicht vorgesehen, dass danach eine graue Betonfläche entsteht», so Kunz. Die Plätze würden vorerst weiterhin bestehen. Nach und nach sollen jedoch Geräte zurückgebaut werden, die nicht mehr als sicher eingestuft würden. Zudem würden diese Anlagen bereits heute von sehr wenigen Kindern besucht. Dies legitimiere eine Schliessung oder eine Übergabe an Private.