Dietikon
Stadt kann nicht prüfen, ob alle privaten Bäume sicher sind

Die Stadt Dietikon kann nicht «jede private Bepflanzung» auf Sturmfestigkeit hin prüfen. Dies schreibt der Dietiker Stadtrat in der Antwort auf eine Kleine Anfrage von SP-Gemeinderat Anton Kiwic.

Bettina Hamilton-Irvine
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(Symbolbild)

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Keystone

Kiwic hatte die Anfrage Anfang Juli eingereicht, nachdem Mitte Juni in einer Sturmnacht an der Dietiker Bernstrasse ein Baum, der auf ein vorbeifahrendes Auto stürzte, zwei Personen das Leben kostete. In diesem Zusammenhang wies der SP-Gemeinderat den Stadtrat darauf hin, dass auf den Dachterrassen des Wohnhauses an der Florastrasse 22 «wunderschöne Bäume» stehen. Er wollte wissen, ob die Stadt sich versichert habe, dass diese Bäume im Falle von Sturmböen auch an ihrem Ort bleiben. Zudem erkundigte sich Kiwic, wer hafte, falls ein solcher Baum auf den Eingang des Coops an der Bremgartnerstrasse stürze und jemanden verletze.

Eigentümer haftet für Schäden

Die Stadt Dietikon habe keine Kenntnisse über Zustand, Alter und Art der Pflanzung der Bäume, schreibt der Stadtrat in seiner Antwort. Die Bäume befänden sich in privatem Eigentum. Für die Sicherung seien die privaten Eigentümer zuständig. Auch für entstandene Sach- oder Personenschäden hafte der Eigentümer.

Die Infrastrukturabteilung der Stadt habe jedoch mit der Verwaltung der Liegenschaft Kontakt aufgenommen, so der Stadtrat. Man habe diese auf ihre Verantwortung im Zusammenhang mit der Sicherung der Bäume hingewiesen. «Gemäss Aussage des zuständigen Verwalters sei sich die Liegenschaftenverwaltung der Sachlage bewusst», schreibt der Stadtrat.