Dietikon
Stadt Dietikon lässt ein Konzept für den Verkehr erarbeiten

Der Stadtrat hat einen Kredit über 236 000 Franken für die Erarbeitung eines Gesamtverkehrskonzepts bewilligt und den entsprechenden Auftrag einer Planungsfirma vergeben.

Bettina Hamilton-Irvine
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Nach langem hin und her lenkte der Stadtrat ein und erklärte sich bereit, zusammen mit dem Parlament ein Gesamtverkehrskonzepts zu erstellen.

Nach langem hin und her lenkte der Stadtrat ein und erklärte sich bereit, zusammen mit dem Parlament ein Gesamtverkehrskonzepts zu erstellen.

Weil sich Dietikon zurzeit sehr dynamisch entwickle und auch die Limmattalbahn Veränderungen bringen werde, sei die Erarbeitung eines Gesamtverkehrskonzepts und eine Revision der kommunalen Verkehrsrichtplanung «unumgänglich», schreibt er in einer Mitteilung. Der aktuelle Verkehrsrichtplan stammt aus dem Jahr 1983 und wurde seither nicht mehr überarbeitet.

Die Erarbeitung eines Gesamtverkehrskonzepts war eine der drei in Motionen festgehaltenen Forderungen, die das Parlament im Sommer 2011 an den Stadtrat überwies. Das Parlament musste die Exekutive zur Übernahme dieser Motion zwingen, weil der Stadtrat die Forderung als unnötig ansah. Zwar sei eine Gesamtansicht im Verkehrsbereich tatsächlich unerlässlich, hielt er fest. Es gäbe aber bereits genug Studien dazu.

Im März 2012 wollte der Stadtrat die Motion gar für ungültig erklären: Er sei nicht befugt, ein Gesamtverkehrskonzept zu erstellen, da der Kanton für die wichtigsten Dietiker Strassen zuständig sei. Nachdem das Parlament die Motion trotzdem für erheblich erklärte, lenkte der Stadtrat im Juni 2012 ein. Obwohl die Stadt nur teilweise zuständig sei, werde man gemeinsam mit dem Kanton ein Gesamtverkehrskonzept erstellen, sagte Stadtpräsident Otto Müller. Dieser sei ebenfalls daran interessiert.