Stabsübergabe TCS Zürich
Mit Humor, Freunden, Familie und Wegbegleitern: Reto Cavegn übergab das Steuer beim TCS Zürich an Andreas Häuptli

Bereits Ende April ging Reto Cavegn als Geschäftsführer des TCS Zürich in Pension. Eine feierliche Übergabe an seinen Nachfolger konnte aber erst jetzt gefeiert werden. Zum Anlass im Zürcher Kaufleuten kamen Freunde und Familienmitglieder, aber auch Wegbegleiter aus dem TCS und der Politik.

Carmen Frei
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Andreas Häuptli übernahm bereits im Mai von Reto Cavegn die Geschäftsführung des TCS Zürich. Nun wurde die Stabsübergabe auch feierlich besiegelt.

Andreas Häuptli übernahm bereits im Mai von Reto Cavegn die Geschäftsführung des TCS Zürich. Nun wurde die Stabsübergabe auch feierlich besiegelt.

Carmen Frei / Limmattaler Zeitung

Die Stabsübergabe von Reto Cavegn an Andreas Häuptli als Geschäftsführer musste der TCS Zürich bereits einige Male verschieben. Am Dienstagabend konnte sie nun endlich stattfinden. Die Stimmung war locker. Im Innenhof des Kaufleuten in Zürich begann der Anlass mit einem Apéro unter freiem Himmel. Es hatte sich neben den Familien und Freunden des alten und neuen Geschäftsführers auch viel TCS-Prominenz eingefunden.

Die Gäste erschienen zahlreich bei der Stabsübergabe. Der Apéro fand im Innenhof des Kaufleuten statt.

Die Gäste erschienen zahlreich bei der Stabsübergabe. Der Apéro fand im Innenhof des Kaufleuten statt.

Carmen Frei / Limmattaler Zeitung

Sektionspräsident Thomas Lüthy begrüsste die Gäste. Er sprach von den vielen Veränderungen unter Cavegn: Mit 31 Jahren übernahm der Oberengstringer die Geschäftsführung der Sektion Zürich, damals mit sechs Mitarbeitenden an der Alfred-Escher-Strasse in der Zürcher Enge. In den letzten 34 Jahren baute er sie auf rund 40 Mitarbeitende aus und schaffte neue Mobilitätszentren im Kanton Zürich. Zudem erlebte er in seiner Zeit ganze vier Sektionspräsidenten beim TCS Zürich.

Politik, Verkehr, aber auch Fussball und Social Media waren Thema

Auch die politische Laufbahn von Cavegn erwähnte Lüthy. Cavegn sass von 1996 bis 2006 für die FDP im Kantonsrat. Zudem war er Gemeinderat und von 2006 bis 2011 dann Gemeindepräsident von Oberengstringen.

Mario Fehr hielt im Kaufleuten eine Rede mit vielen persönlichen Anekdoten.

Mario Fehr hielt im Kaufleuten eine Rede mit vielen persönlichen Anekdoten.

Carmen Frei / Limmattaler Zeitung

Regierungsrat Mario Fehr (parteilos) erlaubte sich nach dem Wechsel zum Essen in den Festsaal einige Seitenhiebe zu Cavegns Offenheit auf Facebook und Twitter. Fehr und Cavegn kennen sich schon lange, was der Rede anzumerken war. Neben Cavegns Errungenschaften für den Strassenverkehr kam auch seine Begeisterung für Fussball zur Sprache.

Fehr bedankte sich bei Cavegn und wünschte Nachfolger Andreas Häuptli viel Erfolg. Er sei zuversichtlich, dass der TCS mit ihm «ein wichtiger, vielseitiger und vernehmbarer Akteur in der Verkehrspolitik in unserem Kanton» bleibe.

TCS-Zentralpräsident Peter Götschi kam danach auf die Verdienste des langjährigen Geschäftsführers zu sprechen. Cavegn habe einen Viertel der Geschichte des TCS mitgeprägt. Dessen Nachfolger Andreas Häuptli gab er den Rat mit, den Cavegn bereits im Frühjahr im Interview mit dieser Zeitung formulierte: Den Elefanten immer Stück für Stück zu essen.

Die offizielle Übergabe des Lenkrads

Schliesslich kündigte Slampoet Jachen Wehrli, der humorvoll durch den Abend führte, Reto Cavegn selbst an. Cavegn bedankte sich bei allen Vorrednern und ging in einigen Stichworten auf seinen Werdegang ein: So erwähnte er beispielsweise seinen ersten Arbeitsvertrag beim Schweizerischen Zeitungsverlegerverband, wo sein Nachfolger Andreas Häuptli zuvor Geschäftsführer war, oder die argumentativen Kämpfe mit VCS-Geschäftsführerin Gabi Petri. «Unsere Streitlust war stadtbekannt», sagte Cavegn. Nach den Diskussionen hätten sie aber auch ein Bier zusammen trinken können.

Mario Fehrs Jugendsünde – seine erste Einzelinitiative für zwölf autofreie Sonntage – erwähnte Cavegn ebenso wie die Teilnahme des TCS Zürich an der Streetparade. Zudem schreibe er eine Chronik über den TCS Zürich.

«Dank der Chronik und meiner Rolle in der Verkehrskommission werde ich Teil der TCS-Familie bleiben.»

Bereits am 1. Mai habe Andreas Häuptli übernommen, nun übergebe er ihm offiziell das Steuer. Mit dieser Aussage reichte Cavegn Häuptli ein Lenkrad.

Nicht nur metaphorisch, sondern auch physisch übergab Reto Cavegn das Steuer an Andreas Häuptli.

Nicht nur metaphorisch, sondern auch physisch übergab Reto Cavegn das Steuer an Andreas Häuptli.

Carmen Frei / Limmattaler Zeitung

Für den Nachfolger gibt es viel zu tun

Danach wandte sich Häuptli an die Gäste. Er erklärte, dass der TCS aktuell viel zu sagen habe und verwies auf den Schulbeginn, an dem der TCS Leuchtbänder und Westen verteilt und Plakate aufgehängt hatte. Aber auch den Verkehrsrichtplan der Stadt Zürich und das Mobility Pricing nannte er als Herausforderungen.

«Kurz gesagt: Es wird nicht langweilig.»

Zum Schluss gab Slampoet Jachen Wehrli noch einige Auszüge aus seinem aktuellen Programm zum Besten, bevor die Gäste in die Nacht – oder auf die Tanzfläche – entlassen wurden.

Slampoet Jachen Wehrli führte die Gäste mit humorvollen Kurztexten durch den Abend.

Slampoet Jachen Wehrli führte die Gäste mit humorvollen Kurztexten durch den Abend.

Carmen Frei / Limmattaler Zeitung

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