Strafprozess

Staatsanwalt fordert 11 Monate Haft für «Carlos»

Als Erwachsener wird Carlos erstmals nicht mehr nach dem Jugendstrafrecht verurteilt.

Als Erwachsener wird Carlos erstmals nicht mehr nach dem Jugendstrafrecht verurteilt.

Der unter dem Pseudonym «Carlos» bekannt gewordene Jugendstraftäter muss sich erstmalig als Erwachsener vor Gericht verantworten.

Am 28. August wird das Bezirksgericht Dietikon Schauplatz für den ersten öffentlichen Prozess für «Carlos». Dies berichtet die «NZZ».

Dem mittlerweile knapp 20-jährigen Mann wirft die Staatsanwaltschaft zwei Straftaten vor. Einmal geht es um Sachbeschädigung, die er begangen hat, als er im Massnahmezentrum Uitikon inhaftiert war. Dort soll der Angeklagte zwei Disziplinarzellen und zwei Wohnzellen verwüstet haben.

Beim zweiten Fall soll «Carlos» bei einer Auseinandersetzung an der Langstrasse eine Person mit einem Messer bedroht haben. Weil er nach diesem Vorfall flüchtete, wird er auch wegen Hinderung einer Amtshandlung angeklagt.

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Die Staatsanwaltschaft fordert laut «NZZ» eine unbedingte Freiheitsstrafe von 11 Monaten und eine Geldstrafe von 450 Franken. Die Freiheitsstrafe soll aber zugunsten einer ambulanten Behandlung aufgeschoben werden.

Da «Carlos» nun gemäss Erwachsenenstrafrecht angeklagt wird, ist dies eine Behandlung für «psychisch schwer gestörte oder suchtkranke Täter». Sobald diese für beendet erklärt würde, müsste der Täter die Gefängnisstrafe antreten. (fdu)

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