Dietikon

Spürnasen suchen im Skulpturenpark nach goldenen Ostereiern

Die 6-jährige Jessica Klossner sucht vergebens.

Die 6-jährige Jessica Klossner sucht vergebens.

Im Bruno-Weber-Park versteckte der Osterhase am Sonntag farbige und goldige Eier für die Besucher. Der Hauptgewinn spornte nicht nur Kinder zum Suchen an.

«Alexander!», ruft Gulnara Salimova nach ihrem 9-jährigen Enkel und geht im Bruno-Weber-Park auf und ab. Die beiden haben sich im Eifer bei der Suche nach dem goldenen Ei aus den Augen verloren. Salimova nimmt das Ostereiersuchen besonders ernst. Sie will unbedingt den Hauptgewinn – eine Froschskulptur des Künstlers Bruno Weber – mit nach Hause nehmen. «Ich möchte ihn in Südostrichtung in meinem Schlafzimmer aufstellen. Das bringt mir nach Feng-Shui Glück und Geldsegen.» Konzentriert streift sie mit ihren Händen durch das Gras – immer mit der Hoffnung, endlich ein goldenes Ei zu finden.

Der Osterhase war am Sonntagmorgen schon früh im Bruno-Weber-Park und versteckte auf dem ganzen Areal Ostereier. Nebst zehn goldenen, deren Finder an der Verlosung des Hauptpreises teilnehmen, hat er auch Schokoladen- und gefärbte Eier versteckt.

Kinder haben mehr Erfolg

Die meisten Besucher sehen das Ostereiersuchen nicht als Wettkampf, sondern geniessen den Ausflug in den Park. Die Familie Louis aus Canada ist für eine Weile beruflich in der Schweiz und suchte im Internet nach Aktivitäten für die Ostertage. «Dort bin ich auf den Bruno-Weber-Park gestossen», sagt Anna Louis. Gemeinsam mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern Dimitry und Xenya sucht sie nun nach Ostereiern. «Es ist hier noch schöner, als es die Fotos versprochen haben», sagt Louis begeistert. Die 2-jährige Xenia hat bereits ein farbiges Ei gefunden und Dimitry solche aus Schokolade. Er zeigt auf seinen Bauch und sagt: «Ich habe schon alle aufgegessen.»

Die 6-jährige Jessica Klossner sucht derweilen noch immer vergebens nach Eiern. Sie besucht den Park zusammen mit ihrem Vater Beat Klossner, der in Dietikon aufgewachsen ist. Zu Hause habe der Osterhase die Eier nicht so gut versteckt, sagt er und lacht.

Es sind hauptsächlich Kinder, welche die Eier finden. Die Erwachsenen, die im Park auf der Suche sind, tun sich sichtlich schwerer. Desiree Hofer und Beat Brunner haben ebenfalls kein Glück. Das junge Pärchen findet es dennoch eine gute Gelegenheit, den Bruno Weber Park zu besichtigen. «Ich interessiere mich sehr für Kunst und war noch nie hier», sagt die 19-jährige Desiree Hofer. Es sei schön, gemeinsam durch den Park zu spazieren.

Schokolade statt Frosch

Gleich mit sieben Kindern an seiner Seite geht Jimmy Kryeziu auf die Suche nach den Ostereiern. Seit Jahren arbeitet er im Bruno Weber Park. «Wo der Osterhase die Eier versteckt hat, weiss ich jedoch auch nicht», sagt er. Am Kiosk des Bruno-Weber-Parks, wo es für die Besucher Kaffee und Kuchen gibt, stehen immer wieder Kinder in der Schlange. Sie hoffen darauf, sich bei den Angestellten Tipps über das Versteck der Eier abholen zu können: Ihre Mühe ist vergebens. Im Verlauf des Nachmittags werden dennoch alle Eier gefunden und auch der heiss begehrte Betonfrosch wechselt den Besitzer.

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