Parlament
Spreitenbach statt Aarau: Die Umweltarena wird zum Ratssaal

Der Aargauer Grosse Rat tagt am 12. Mai im Limmattal. Dort könne unter Einhaltung der Sicherheitsauflagen getagt werden, so Grossratspräsidentin Edith Saner.

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Die Umweltarena verfügt über einen Saal, der gross genug ist, um in Zeiten von Corona eine Ratssitzung abzuhalten.

Die Umweltarena verfügt über einen Saal, der gross genug ist, um in Zeiten von Corona eine Ratssitzung abzuhalten.

Sandra Ardizzone

Der Aargauer Grosse Rat pausiert Corona-bedingt seit Mitte März. Zwei Sitzungstage wurden abgesagt. Kommissionssitzungen fanden aber fast unun­ter­brochen statt. Und am Dienstag, 12. Mai, wird wieder eine Plenumssitzung stattfinden. Laut Grossratspräsidentin Edith Saner (CVP) wurde man in der Umweltarena in Spreitenbach fündig. Diese verfügt über einen Saal, der gross genug ist. Saner: «Er erfüllt alle Voraussetzungen.» Die Distanzregeln können eingehalten werden. Und eine Vorschrift, in Aarau zu tagen, gibt es nicht. Ein Nachteil könnte die Limmattalbahn-Baustelle sein, ist doch die Verkehrssituation wegen verschiedenster Umleitungen zurzeit anders als ­üblich.

Stattfinden wird am 12. Mai eine Ganztagessitzung von 10 bis 16.15 Uhr, mit verkürzter Mittagspause. Da die Restaurants noch geschlossen sein werden, wird eine Mittagsverpflegung mit einem Lunchpaket und einem Getränk organisiert. Edith Saner ist sehr froh, dass das Parlament wieder tagen kann – unter Einhaltung aller ­Sicherheitsauflagen, wie sie betont. Auf einer Galerie gibt es auch Platz für Zuschauer.

30'000 bis 40'000 Franken kostet die externe Sitzung

Gemäss Grossratspräsidentin Saner kostet die externe Sitzung inklusive Abstimmungsanlage et cetera 30'000 bis 40'000 Franken. Die Umweltarena sei ihnen da entgegengekommen, betont Saner. Bei Bedarf könnten auch im Juni Sitzungen dort stattfinden.

Ihre Feuertaufe als Ort der Politik hatte die Umweltarena am 14. Januar, als eine denk­würdige Spreitenbacher Gemeindeversammlung wegen des grossen Aufmarschs von Stimmberechtigten dort stattfand: 923 Personen erschienen, 590 stimmten gegen das geplante Zentrum Neumatt und 327 dafür (die «Limmattaler Zeitung» berichtete). Denkwürdig war die Versammlung auch deshalb, weil der aktuelle Spreitenbacher Gemeindepräsident Valentin Schmid (FDP) am Schluss der Versammlung seinen be­vorstehenden Rücktritt als Gemeindepräsident und Gemeinderat bekannt gab. Seinen Nachfolger wählt das Spreitenbacher Volk am 17. Mai.

Dass es in der Umweltarena viel Platz hat, zeigt unter anderem auch das Wirtschaftspodium Limmattal. Der Anlass, der früher in der Dietiker Stadthalle durchgeführt wurde und seit 2018 jeweils in der Umwelt­arena stattfindet, lockt jeweils über 1000 Gäste an – so auch letztes Jahr, als der Anlass zum 20. Mal stattfand. Wie sich die ­Coronapandemie auf den Grossanlass auswirkt, der heuer am 5. November stattfinden soll, ist noch offen. Zurzeit ist vorgesehen, dass der ­Ticketverkauf in der ersten ­Juli-Woche beginnt. Dieses Jahr soll Guy Parmelin (SVP) die Eröffnungsrede halten, lautet der Plan. (az/liz)