Spielgruppenverein Schlieren
Sprachförderung für Kleinkinder: Kanton übernimmt die Hälfte der Kosten

Die Zusammenarbeit zwischen der Stadt und dem Spielgruppenverein ist neu klar geregelt. Der Kanton Zürich bezahlt rund die Hälfte der Kosten für das Angebot Spielgruppe plus.

Florian Schmitz
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Die "Spielgruppe Plus" soll Kinder ab drei Jahren sprachlich fördern. Die Zusammenarbeit zwischen Verein und Kanton ist nun neu vertraglich geregelt. (Archiv)

Die "Spielgruppe Plus" soll Kinder ab drei Jahren sprachlich fördern. Die Zusammenarbeit zwischen Verein und Kanton ist nun neu vertraglich geregelt. (Archiv)

Seit mehreren Jahren koordiniert der «Spielgruppenverein Schlieren» das Angebot Spielgruppe plus, das Kinder ab drei Jahren sprachlich fördert. Neu soll die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Verein in einer verbindlichen Leistungsvereinbarung geregelt werden, schreibt der Stadtrat in einer Mitteilung. Denn bisher basierte die Leistung des Spielgruppenvereins nur auf einzelnen Schriftstücken und mündlichen Abmachungen.

Die neue Vereinbarung sieht vor, dass der Spielgruppenverein insgesamt 60 Plätze für das Angebot Spielgruppe plus bereitstellt, verteilt auf 5 Gruppen. Der Verein ist zuständig für die organisatorischen Rahmenbedingungen, die Verteilung der Kinder auf die freien Plätze und die Anstellung der Spielgruppen-plus-Assistentinnen. Letztere unterstützen die Spielgruppenleiterinnen bei der sprachlichen Förderung der Kinder. Im Gegenzug stellt die Stadt die nötigen Räume zur Verfügung und übernimmt die Lohnkosten der Assistentinnen.

Gesamthaft belaufen sich die Kosten auf rund 87 000 Franken pro Jahr. Davon bezahlt die Stadt aber nur rund die Hälfte. Weil das Angebot zum kantonalen Integrationsprogramm gehört, übernimmt der Kanton Zürich 50 Prozent der Kosten.

Lehrpersonen entlasten

In der Spielgruppe plus werden Kinder bis zum Kindergarteneintritt zwei mal wöchentlich zwei bis zweieinhalb Stunden auf kindgerechte Weise sprachlich gefördert. Das primäre Ziel des Angebots besteht darin, «dass möglichst viele Kinder beim Eintritt in den Kindergarten die deutsche Sprache verstehen», schreibt der Stadtrat in seiner Mitteilung. Weiter argumentiert er, dass die gute Vorbereitung auch die Lehrpersonen in der Primarschule entlaste und weniger Stunden für Deutsch als Zweitsprache nötig seien, was zu einer Kosteneinsparung führe.(flo)