Oberengstringen

Sportplatzentscheid in Oberengstringen fällt wohl erst im Jahr 2013

Die Sportanlage beim Schulhaus Allmend soll erneuert werden – unter anderem ist anstelle der Schulwiese ein Kunstrasenplatz geplant.

Die Sportanlage beim Schulhaus Allmend soll erneuert werden – unter anderem ist anstelle der Schulwiese ein Kunstrasenplatz geplant.

Die Stimmberechtigten in Oberengstringen müssen sich weiter gedulden, bis es über einen neuen Sportplatz befinden kann. Das Ziel, das Geschäft im September vor eine ausserordentliche Gemeindeversammlung zu bringen, kann nicht realisiert werden.

Zwar steht das Projekt, allerdings gilt es noch gewisse Details zu klären, wie Oberengstringens Bau- und Werkvorstand René Beck sagt.

«Die Gemeinde Unterengstringen wird sich auch am Projekt beteiligen. Wir sind derzeit daran, das Finanzierungsmodell auszuarbeiten», so Beck. Zudem sei das Vernehmlassungsverfahren mit der Schule noch nicht abgeschlossen. So habe die Unterhaltskommission der Schule bereits einige Wünsche angebracht, allerdings habe die Gesamtschulbehörde noch keine Gelegenheit gehabt, das Projekt zu begutachten. Die Vernehmlassung werde voraussichtlich Mitte September abgeschlossen sein. Danach werde eine Informationsveranstaltung für die Bevölkerung durchgeführt. «Das alles führt dazu, dass das Geschäft zuhanden der ausserordentlichen Gemeindeversammlung nicht mehr rechtzeitig ausgearbeitet werden kann», so Beck.

Kunstrasen wird geplant

Das Projekt für einen neuen Sportplatz beim Schulhaus Allmend sieht vor, einen Kunstrasen sowie einen Trainingsplatz - aus Naturrasen - auf dem Gebiet der Schulwiese und des Sandplatzes zu erstellen. Im Vergleich zu heute würden die beiden neuen Plätze um 90 Grad gedreht, sodass deren Breitseiten in Richtung der Autobahn zu liegen kämen. Der Sandplatz würde dem Kunstrasen weichen.

Beim bestehenden Hauptplatz soll anstelle des Sandhaufens ein Beachvolleyballfeld entstehen. Zudem will die Gemeinde eine neue 100-Meter-Laufbahn bauen. Letztere beiden Projekte sind auf Wunsch der Unterhaltskommission der Schule ins Gesamtprojekt eingeflossen.

Wann nun definitiv über das Sportplatzprojekt befunden wird, ist noch offen. «Es hängt davon ab, ob wir alle Details so klären können, dass die Rechnungsprüfungskommission noch genügend Zeit hat, das Projekt bis zur Gemeindeversammlung im Dezember zu prüfen», so Beck. Er gehe davon aus, dass eine Abstimmung aber wohl erst nächstes Jahr stattfinden werde.

Geklärt ist dagegen die Frage nach der Planung eines Kunstrasens. Lange sah es so aus, als würde die Gemeinde statt eines Kunstrasens einen zweiten Naturrasenplatz bevorzugen. Grund dafür waren die Auflagen des kantonalen Amtes für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel). Durch die geplante Neuanordnung der Fussballplätze würde ein Teil des Kunstrasenplatzes in der Grundwasserschutzzone Drei zu liegen kommen. Das Awel erlaubt den Bau eines Kunstrasenplatzes in diesem Gebiet nur unter der Auflage, dass das gesamte Gebiet um rund 1,8 Meter angehoben wird. Erste Berechnungen zeigten, dass ein solches Unterfangen etwa 400 000 Franken kosten würde. Sowohl in Oberengstringen als auch in Unterengstringen war man anfänglich nicht gewillt, eine solche kostspielige Gebietsanhebung zu realisieren. Stattdessen wollte man anstelle des Kunstrasenplatzes ein zweites Naturrasenfeld erstellen.

Mit dem vorliegenden Projekt ist man aber wieder von dieser Idee abgerückt. «Wir müssen weiterhin das Gebiet anheben, wenn wir dort einen Kunstrasenplatz bauen wollen», sagt Beck. Allerdings sei man im Gemeinderat zum Schluss gekommen, dass es in der heutigen Zeit keinen Sinn mache einen Sportplatz zu sanieren, ohne dabei einen Kunstrasenplatz zu bauen. «Gerade bei schlechtem Wetter garantiert ein Kunstrasenfeld eine grössere Betriebssicherheit», so Beck.

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