Uitikon
Sportplatz-Initiative ist gültig: Gemeinderat hält sich bedeckt

Nun ist der Gemeinderat gefordert. Die Einzelinitiative zum Ausbau der Sportanlage Sürenloh von Edi Cincera wird vom Uitiker Gemeinderat für gültig erklärt. Dies liess die Gemeinde im Kurier verlauten.

Alex Rudolf
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Kommt am 26. November vor die Gemeindeversammlung: Die Sürenloh-Initiative von Edi Cincera. Foto: rab

Kommt am 26. November vor die Gemeindeversammlung: Die Sürenloh-Initiative von Edi Cincera. Foto: rab

Cincera selbst zeigt sich darüber hocherfreut, hatte aber nichts anderes erwartet. «In einem Schreiben informierte mich der Gemeinderat darüber, dass an der Gemeindeversammlung vom 26. November über die Initiative abgestimmt wird», so Cincera. Ein Entscheid über die Stellungnahme des Gemeinderates zur Initiative sei in der letzten Sitzung noch nicht gefallen, schreibt die Exekutive im Kurier.

Der ehemalige Werber Cincera reichte seine Initiative Ende März ein. Darin verlangt er einen Bruttokredit in der Höhe von 2,6 Millionen Franken sowie die Erfüllung anderer notwendiger Voraussetzungen für ein zweites, kleineres Fussballfeld mit Kunstrasen und zwei weiteren Garderoben. Diese Forderung entspricht der kostengünstigeren der beiden Varianten zum Ausbau der Sportanlage Sürenloh, die im März vergangenen Jahres vors Volk kamen. Diese wurden jedoch beide mit einer Zweidrittelmehrheit verworfen. Der Tennisclub stemmte sich im Vorfeld dagegen, weil mit beiden Varianten der Bau einer Halle verhindert worden wäre. Mit dem Argument, dass nun endlich etwas geschehen müsse, da die Platzverhältnisse für die jungen Fussballspieler viel zu knapp seien, begründete Cincera seinen Vorstoss.

Gegenvorschlag oder neues Projekt

Cincera signalisiert Gesprächsbereitschaft. Denn falls der Gemeinderat mit einem Gegenvorschlag oder einer neuen Idee bei der Gemeindeversammlung aufwarte, dann sei er bereit seine Initiative zurückzuziehen: «Mir würde sicherlich kein Zacken aus der Krone fallen.»

Wie die Chancen für einen solchen Gegenvorschlag oder ein neues Projekt stehen, darüber hält sich die Gemeinde bedeckt. Finanzvorstand Markus Hoppler sagt, dass man mit den beteiligten Vereinen weiterhin das Gespräch suche, um eine mehrheitsfähige Lösung zu finden. Namentlich dem Tennisclub Uitikon (TCU) und dem Fussballclub Uitikon (FCU). Ob die Gemeinde aber einen Gegenvorschlag bringt, ein eigenes Projekt lanciert oder Cinceras Initiative den Rücken stärkt, weise sich in den kommenden Wochen und Monaten, so Hoppler.

Dass der Gemeinderat die Initiative angenommen hat, verunsichert die Verantwortlichen des TCU nicht. Vizepräsident Roberto Silla betont, dass der Gemeinderat noch keine Entscheidung getroffen habe. «Es ist seine Pflicht formell korrekte Initiativen zur Kenntnis zu nehmen», so Silla. Weiter kommentieren wollte er die Initiative nicht.

Dass mit der Initiative Cinceras nun Druck auf die Gemeinde ausgeübt wird, dem wird sich auch Finanzvorsteher Markus Hoppler bewusst sein. Man hoffe noch immer darauf, eine mehrheitsfähige Lösung zu finden, sagt er. Aber nicht nur die Klubs werden an einen runden Tisch geholt, auch Cincera soll an diesen Gesprächen dabei sein. Der Initiant freut sich darüber, denn er kritisiert, dass seit Bekanntwerden der Initiative nie jemand mit ihm Kontakt aufgenommen habe. «Bei einem neuen Projekt würde der eventuelle Bau einer Tennishalle gar nicht ausgeschlossen», sagt Cincera. Silla hingegen bleibt auf seinem Standpunkt: «Das vorgeschlagene Spielfeld würde den Bau einer Tennishalle zu einem Ding der Unmöglichkeit machen.»