Die Sportanlagen Sürenloh werden nicht erweitert. Die Variante A, Bruttokredit 4,543 Millionen Franken, welche sowohl einen zweiten Fussballplatz (Trockenplatz) und zwei neue Tennisplätze beinhaltete, wurde mit 744 Ja- und 957 Nein-Stimmen deutlich verworfen. Die Stimmbeteiligung betrug 63,6 Prozent.

Verworfen wurde auch die Variante B, welche nur die Anliegen des Fussballclubs Uitikon beinhaltet hätte und einen Bruttokredit von 2,585 Millionen Franken erfordert hätte. Das Ergebnis lautete: 766 Ja- zu 861 Nein-Stimmen. Die Stimmbeteiligung betrug 64,1 Prozent. So bleibt im Sürenloh zumindest vorläufig alles beim Alten. Vor allem der Fussballklub muss schauen, wie er auf der für ihn zu kleinen Anlage weiterkommt.

Gemeindepräsident «betroffen»

«Sehr traurig und betroffen» zeigte sich gestern nach der Abstimmung Gemeindepräsident Victor Gähwiler. Das zweimalige Nein sei schwierig zu interpretieren. Jedoch hätten die Nein-Parolen von Rechnungsprüfungskommission und Tennisclub zum Ergebnis geführt. «Es macht die Erforschung der Gründe schwierig, war es zu teuer oder sind die Leute dem TCU gefolgt?» fragt Gähwiler rhetorisch. Der Gemeinderat habe den Eindruck gehabt, man könne sich den Ausbau im Sürenloh leisten. Er gab auch zu bedenken, dass nun die halbe Million Franken einer privaten Stiftung zur Finanzierung des neuen Fussballplatzes obsolet seien.

«Weg freu für neue Lösung»

«Ich bin sehr glücklich über den Ausgang der Abstimmung. Die Argumente des Tennisclubs wurden von der Mehrheit der Stimmberechtigten anerkannt», sagte gestern Roberto Silla, Vizepräsident des Tennisclubs Uitikon. «Nun ist der Weg freu für eine neue Lösung, die beide Vereine und die Gemeinde befriedigen kann.» Silla forderte alle auf, an einen Tisch zu sitzen und Verhandlungen zu führen. «Jetzt muss die Gemeinde reagieren.».

«Zuerst sich sammeln»

Ganz anders sieht die Gemütslage beim Präsidenten des FC Uitikon, Peter Haussmann aus. Er spricht von grosser Enttäuschung. Der FC müsse sich zuerst sammeln und weiter schauen. Zuerst müsse man aber das Nein verdauen. Und zunächst gehe es für den aus allen Nähten platzenden FC darum, die nächste Saison mit ihren Kapazitätsproblemen zu lösen.