Wahlen 2019

Spitzenwerte in der Region, chancenlos im Kanton

Einige Kandidierende aus dem Bezirk kletterten auf ihren Wahllisten nach oben – im Bezirk Dietikon schnitten die meisten gut ab.

Obwohl die grossen Sprünge ausblieben, erzielten einige der 52 Limmattaler Kandidierenden bei den Nationalratswahlen beachtliche Resultate. So machte die Dietikerin Nadine Burtscher (Jahrgang 1994) auf der EVP-Liste vier Ränge gut und landete auf dem achten Platz.

Die stärksten Verschiebungen gab es bei der FDP. Die politisch unbekannte Ursula Keller aus Uitikon konnte sich von Platz 25 auf 17 verbessern. Der ebenfalls aus Uitikon stammende Kantonsrat André Müller wurde hingegen vom 17. auf den 28. Listenplatz durchgereicht. Obwohl er nicht erwartet hätte, soweit zu fallen, nehme er das Resultat sportlich, sagt er auf Anfrage. Dass er vor 10 Tagen vom «Blick» als extremster Nationalratskandidat betitelt wurde, habe sicher nicht geholfen. Aber so was gehöre dazu, wenn man sich auf nationaler Ebene exponiere. Sein gutes Resultat im Bezirk Dietikon, wo er für die FDP am fünftmeisten Stimmen holte, sei eine Wertschätzung seiner Arbeit. Wie vielen Limmattaler Kandidierenden sei es ihm nicht ums Resultat gegangen, sondern vor allem um den Einsatz für die Partei.

Bachmann fällt, SP-Frauen machten Plätze gut

Diese Tendenz zieht sich durch alle Parteien. Auch der Dietiker Stadtrat Philipp Müller konnte für die FDP im Bezirk Dietikon viele Stimmen sammeln, obwohl er kantonal von Listenplatz 29 auf 31 fiel. Bei der SVP verlor der Dietiker Stadtpräsident Roger Bachmann drei Plätze und landete auf Rang 25, erzielte im Bezirk aber die siebtmeisten Stimmen. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der SP. Die Dietiker Gemeinderätin Kerstin Camenisch (von Listenplatz 29 auf 24) und die Schlieremer Gemeinderätin Yvonne Apiyo Brändle-Amolo (von 31 auf 27) machten kantonalen einige Plätze gut und erwiesen sich in der Region als Zugpferde. «Unsere Resultate zeigen, dass wir im Limmattal gute Arbeit geleistet haben», sagt Camenisch.

Bei der CVP büssten die Aescher Gemeinderätin Janine Vannaz (von 13 auf 15) und der Schlieremer Stadtrat Stefano Kunz (von 18 auf 25) Plätze ein, konnten im Bezirk aber gute Resultate erzielen. Gleiches gilt für den Grünen Lucas Neff (von 11 auf 15). Bei der EVP platzierte sich die Urdorfer Gemeindepräsidentin Sandra Rottensteiner (von 20 auf 21) im Bezirk hinter Burtscher auf dem dritten Platz. Während die topgesetzte gebürtige Dietikerin Manuela Schiller für die AL mit Abstand am meisten Stimmen holte, erlebte der Oberengstringer Stefan Bolz den grössten Absturz und fiel von Platz 10 auf 25.

Auch einige Jungpolitikerinnen und -politiker konnten sich auszeichnen. Olivia Boccali verteidigte ihren Spitzenplatz bei der JCVP souverän, während der Geroldswiler Dominik Lamprecht von Platz fünf auf drei kletterte. Bei der Juso machten der Birmensdorfer Samuel Wenk und die Schlieremerin Manu Dorothée Seitz je zehn Plätze gut. Jennifer Fischer, Co-Präsidentin der SVP Bezirk Dietikon, fiel auf der JSVP-Liste von Platz 7 auf 10. Fünf Plätze dahinter landete der Dietiker Sandro Strässle, der 13 Parteikollegen überholte.

Meistgesehen

Artboard 1