Der 1. Januar - ein Neustart für fünf Mitarbeiterinnen der Spitex Bergdietikon und ihre Klienten.

«Der Wechsel ist ruhig und glücklich verlaufen», sagt Katharina Meili, Geschäftsführerin der Spitex Mutschellen. «Die neuen Mitarbeiterinnen müssen nun im Team ankommen und die Klienten sich an neue Gesichter gewöhnen, aber wir sind auf gutem Weg.» Reklamationen seien wegen des Zusammenschlusses nicht eingegangen.



Entschluss über Jahre gewachsen


Für die Klienten hat sich mit dem Wechsel eigentlich nur eines verändert: die Telefonnummer. Die Grundleistungen bleiben gleich, und wenn möglich auch die Gesichter: «Uns ist es ein Anliegen, dass die Klienten weiterhin von den ihnen bekannten Mitarbeiterinnen betreut werden», sagt Meili. In sensiblen Fällen seien die bisherigen Mitarbeiterinnen von den neuen Kolleginnen der Spitex Mutschellen begleitet worden, um die Klienten kennen zu lernen.

Veränderungen schüren Ängste. Ein neues Gebiet, neue Gesichter, ein neues Team, in das man sich einfügen muss. Es braucht Zeit, solche Unsicherheiten abzubauen, Zeit und offene Ohren. Der Zusammenschluss - von einer Fusion will Heinz Müller, Präsident der Spitex Mutschellen nicht reden - kam deshalb auch nicht Knall auf Fall. «Der Entschluss ist über Jahre hinweg gewachsen und nicht verfügt worden», sagt Müller.

Der Grund für den Zusammenschluss liegt in erster Linie beim neuen Aargauer Pflegegesetz: So muss der Spitex-Stützpunkt zu fixen Zeiten personell besetzt sein und der Klient bis 22 Uhr betreut werden können. Ausserdem muss Fachpersonal für psychiatrische und palliative Pflege zur Verfügung stehen. Anforderungen, der die kleine Spitex Bergdietikon nicht gewachsen gewesen wäre. «Die Spitex Bergdietikon war zu gross, um sie eingehen zu lassen, aber zu klein, um sie eigenständig weiterzuführen», sagt Müller. Dank der langen Vorlaufzeit sei es doch zu einer Zweckheirat aus Liebe gekommen.

Noch nicht unter Dach und Fach

Auch wenn der Zusammenschluss in echt bereits stattgefunden hat - definitiv entschieden ist er auf dem Papier noch nicht. Am 18. März muss die Mitgliederversammlung der Spitex Mutschellen mit den Gemeinden Berikon, Oberwil-Lieli, Rudolfstetten-Friedlisberg und Widen dem Geschäft zustimmen und am 19. März die Mitgliederversammlung der Spitex Bergdietikon. In beiden Vereinen müssen die Mitglieder mit einer Dreiviertelmehrheit dem Zusammenschluss zustimmen. Auch müssen die Gemeinden der Spitex Mutschellen die Leistungsvereinbarung mit Bergdietikon noch absegnen.