Schlieren
Spitalquartier: Kosten sind noch nicht abschätzbar

Der Schlieremer Stadtrat kann derzeit noch keine Angaben darüber machen, wie teuer die Limmattalbahn die Stadt zu stehen kommt. Dies teilte er in einer Antwort auf eine kleine Anfrage von Stefano Kunz (CVP) vom November 2013 mit.

Florian Niedermann
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Die Limmattalbahn soll im Spitalquartier in den Untergrund, fordert der Schlieremer Stadtrat.

Die Limmattalbahn soll im Spitalquartier in den Untergrund, fordert der Schlieremer Stadtrat.

Sandro Zimmerli

Grundsätzlich müsse die Stadt Schlieren lediglich für die Zugänge zur Limmattalbahn aufkommen, schreibt die Exekutive. Dies gilt auch für das Spitalquartier, wo derzeit verschiedene Möglichkeiten für eine Linienführung im Raum stehen (die Limmattaler Zeitung berichtete). Auf diesem Abschnitt könnten die Zugänge je nach Variante unterschiedliche Kosten verursachen, so der Stadtrat: «Zu diesen allfälligen zusätzlichen Kosten kann zum heutigen Zeitpunkt noch keine verlässliche Angabe gemacht werden.»

Stadtrat sollte Farbe bekennen

Kunz, der seinen Vorstoss noch vor seiner Wahl in den Stadtrat als Parlamentarier eingereicht hatte, forderte die Stadtregierung in seiner kleinen Anfrage ausserdem dazu auf, bezüglich ihrer Haltung zur Linienführung im Spitalquartier Farbe zu bekennen. So sollte der Stadtrat etwa Auskunft darüber geben, welche Variante er selbst als die sinnvollste erachtet – ob etwa eine Verlängerung des zwischen Badenerstrasse und Färberhüslistrasse vorgesehenen Tunnels bis nach Urdorf, eine einspurige Linienführung der Bahn durch das Quartier oder eine Mischverkehrslösung angestrebt wird. Und schliesslich wollte Kunz wissen, ob der Stadtrat eine Einsprache gegen die Linienführung im Rahmen der öffentlichen Auflage erhebe.

Bei der Beantwortung dieser Fragen hielt sich die Stadtregierung allerdings sehr kurz. Der Grund: Zwischenzeitlich ist die Einsprache gegen das Limmattalbahn-Projekt bereits erfolgt. Anfang Dezember 2013 reichte die Exekutive eine Beschwerde ein, in der sie unter anderem verlangt, dass der Färberhüslitunnel bis ins Gebiet Luberzen verlängert und beim Spital eine unterirdische Haltestelle realisiert wird. Mit dieser Einsprache vollzog der Stadtrat in Sachen Limmattalbahn eine Kehrtwende. Zuvor vertrat er die Position, dass eine Verlängerung des Tunnels mehr Nach- als Vorteile bringen würde. Die weiteren Punkte in Kunz’ kleiner Anfrage beantwortet die Exekutive deshalb, indem sie auf die Einsprache gegen die Linienführung und deren Inhalt verweist. (fni)