Spital Limmattal: Volk erlaubt Landkauf mit Traumergebnis

Alex Rudolf
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Das Sandbühl-Grundstück wechselt die Hand erst im Jahr 2025.

Das Sandbühl-Grundstück wechselt die Hand erst im Jahr 2025.

Bild: Severin Bigler

Die Stimmberechtigten der elf Trägergemeinden stärken dem Spitalverband Limmattal Gremium den Rücken. Deutlich sprachen sie sich für den Landkauf für 15,4 Millionen Franken aus. Total legten 15700 Personen ein Ja in die Urne, was einem Anteil von 87,1 Prozent entspricht. Nein sagten lediglich 2317 Personen. Den höchsten Zuspruch erhielt das Geschäft in Unterengstringen, wo satte 93,6 Prozent Ja stimmten. «Ich bin sehr erfreut über das tolle Resultat. Es zeigt, dass die Trägergemeinden voll und ganz hinter dem Spital Limmattal stehen», sagt Spitaldirektor Thomas Brack auf Anfrage. Im Vorfeld zur gestrigen Abstimmung habe es weder grosse Diskussionen noch eine laute Gegnerschaft gegeben. «Daher war es schwierig den Ausgang der Abstimmung einzuschätzen, aber wir rechneten mit einem Ja.» Da das rund 7000 Quadratmeter grosse Grundstück, auf dem heute das Altersheim Sandbühl steht, direkt an das Spitalareal grenze, könne sich der Spitalverband künftige bestens entwickeln. Konkrete Pläne gibt es jedoch nicht. «Es handelte sich um einen Landkauf für die langfristige Planung. Aktuell braucht das Spital Limmattal noch keine Erweiterung», so Brack. Ist es dereinst jedoch soweit, ist dies die optimale Landparzelle. Die Eigentumsübertragung erfolge voraussichtlich 2025.

Gegner aus Schlieren erwarteten dieses Resultat

Die geringste Unterstützung erhielt der Millionenkauf erwartungsgemäss in Schlieren. 81,4 Prozent sprachen sich dafür aus, dass das Spital das Land kaufen kann. Die Stadt Schlieren ist Verkäuferin der Parzelle. So formierte sich vor dem gestrigen Urnengang ein kleiner Widerstand gegen das Geschäft. Der Quartierverein und die Limmattaler Grünen empfahlen den Stimmberechtigten ein Nein. Im November 2019, als Schlieren auf kommunaler Ebene über den Landverkauf abstimmte, stellten sich die SP, die Grünen, die CVP und der Quartierverein dagegen. Die Stimmberechtigten entschieden jedoch damals mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 61,3 Prozent, den Landverkauf zu genehmigen.

Beim jetzigen Urnengang sei der grosse Abstimmungskampf jedoch ausgeblieben, sagt Dominik Ritzmann, Co-Präsident der Limmattaler Grünen, auf Anfrage. «Ein solch eindeutiges Resultat war daher absehbar.»

Auch Gemeinderat Thomas Widmer vom Quartierverein ist wenig überrascht von der Deutlichkeit des Ergebnisses. «Eigentlich ist das Geschäft bereits beim städtischen Urnengang von vor einem Jahr entschieden worden», sagt er auf Anfrage. Zudem würden Spital-Vorlagen im Limmattal erfahrungsgemäss sehr hohe Zustimmungswerte erzielen.