Spital Limmattal
Vielleicht schon früher fertig als geplant: Der Bau des neuen Pflegezentrums geht voran

Das neue Pflegezentrum des Spitals Limmattal soll komfortabler, moderner und frischer als das alte sein. Der Bau geht so gut voran, dass eine frühere Eröffnung als geplant denkbar ist.

Virginia Kamm
Merken
Drucken
Teilen
Verwaltungsratspräsident des Spitals Limmattal Markus Bärtschiger, Pflegezentrumsleiterin Astrid Hunter, Pflegedirektorin Susanne Vanini, Gesamtprojektleiterin Bauprojekte Caroline Feldmann, Bischof Joseph Bonnemain und Spitaldirektor Thomas Brack vor der Baustelle des Pflegezentrums.
9 Bilder
Das neue Pflegezentrum wird 16'000 Quadratmeter gross.
Der Bau geht so gut voran, dass das Pflegezentrum eventuell schon früher fertig wird als Ende März 2023.
Das Pflegezentrum ist fünfstöckig und verfügt auch über ein Tageszentrum und zwei Demenzabteilungen.
Insgesamt hat das Pflegezentrum über 150 Betten in 73 Einzel- und 42 Zweierzimmern.
Die Einzelzimmer sind 19, die Zweierzimmer 27 Quadratmeter gross.
Jedes Zimmer verfügt über eine eigene Fertignasszelle. Diese stehen bereits.
Der Bau des neuen Pflegezentrums kostet 65 Millionen Franken.
Die beiden Innenhöfe des Pflegezentrums sind im Gegensatz zu denjenigen des Spitals begehbar.

Verwaltungsratspräsident des Spitals Limmattal Markus Bärtschiger, Pflegezentrumsleiterin Astrid Hunter, Pflegedirektorin Susanne Vanini, Gesamtprojektleiterin Bauprojekte Caroline Feldmann, Bischof Joseph Bonnemain und Spitaldirektor Thomas Brack vor der Baustelle des Pflegezentrums.

Chris Iseli

Das Neubauprojekt des rund 16'000 Quadratmeter grossen Pflegezentrums Spital Limmattal ist in vollem Gange – und es geht gut voran. Gesamtprojektleiterin Bauprojekte Caroline Feldmann verrät: «Wir besprechen zurzeit Beschleunigungsmassnahmen.» Das bedeutet, dass das Pflegezentrum vielleicht schon früher als Ende März 2023 fertig sein wird. Die Kosten für den Bau des neuen Pflegezentrums belaufen sich auf 65 Millionen Franken. Im November 2018 haben die Stimmberechtigten der Spitalverbandsgemeinden den Kredit dafür bewilligt.

Der Neubau wird über 73 Einzel- und 42 Zweierzimmer, insgesamt also über mehr als 150 Betten, verfügen. Die Einzelzimmer werden 19 Quadratmeter, die Zweierzimmer 27 Quadratmeter gross sein. Hinzu kommen jeweils 4 Quadratmeter für die zimmereigenen Nasszellen, die bereits fixfertig angeliefert und gesetzt wurden. Dieselben Fertignasszellen wurden bereits im Spital-Neubau verwendet, der im September 2018 eröffnete. «Der Vorteil ist, dass man sie einfach platzieren und anschliessen kann», sagt Caroline Feldmann bei einer Baustellenbesichtigung. Einige Musterzimmer sind schon jetzt fertig gebaut. Dies sei notwendig, um zum Beispiel erproben zu können, welche Lichtfarbe im Zimmer herrschen soll, wie Feldmann erklärt.

Das Pflegezentrum wird einen abgeschlossenen Demenzgarten haben

Der Pflegezentrum-Neubau wird über das Erdgeschoss und fünf Obergeschosse verfügen. Im Erdgeschoss wird sich das Tageszentrum und eine der beiden Demenzabteilungen befinden. Die zweite Demenzabteilung sowie die Administration werden im ersten Stock angesiedelt sein. Das zweite bis vierte Stockwerk wird für die Pflegeabteilungen gebraucht. Im fünften Stock wird sich die Rehaklinik Limmattal einmieten, die sich jetzt noch im dritten Stock des Spitals befindet.

Das neue Pflegezentrum soll ausserdem über einen abgeschlossenen Demenzgarten verfügen. Die beiden Innenhöfe sind im Gegensatz zu jenen im Spital begehbar. «Das ist wichtig, weil die Bewohner für eine längere Zeit im Pflegezentrum leben», sagt Pflegedirektorin Susanne Vanini. Ein Innenhof wird von der Demenzabteilung, einer vom Tageszentrum aus begehbar sein.

Auf jedem Stockwerk des gesamthaft 70 auf 40 Meter grossen Pflegezentrums werden sich neben zwei kleineren Stuben sogenannte Wohnstuben befinden, die zwischen 110 und 150 Quadratmeter gross sind. Auch Küchen wird es für die Bewohner geben. Die meisten Zimmer der Bewohnerinnen und Bewohner richten sich gegen aussen, nur wenige haben ein Fenster gegen den Innenhof. Zudem ist auf jeder Ebene eine zentrale Einheit mit Stationsbüro, Apotheke und Geräteraum vorhanden. Diese sogenannten Stationsstützpunkte werden mit 40 Quadratmetern grösser sein als bisher. Zudem werden sie über zwei Ausgänge verfügen, sodass die Mitarbeiterinnen möglichst schnell zu den Zimmern der Bewohnerinnen und Bewohner gelangen.

25 Erdsonden heizen das neue Pflegezentrum

Im Untergeschoss des Neubaus, der durch das Bauunternehmen Losinger Marazzi realisiert wird, befinden sich Büroräume und Sitzungszimmer für die Logistik. «Weil viele Prozesse wie die Anlieferung auf dieser Ebene erfolgen, ergeben sich für die Mitarbeiter so kürzere Wege», erklärt Caroline Feldmann. Der Pflegezentrumsneubau wird mit 25 eigenen Erdsonden geheizt und verfügt über zwei Personen- und je einen Betten- und einen Warenlift.

Das neue Pflegezentrum hat nicht nur das gleiche Design wie das Spital Limmattal, es hängt auch physisch und betrieblich mit diesem zusammen. So verfügen die beiden Gebäude zum Beispiel über eine gemeinsame Küche, eine Technik, eine Logistik, eine IT und einen Hausdienst. Die bisher einzige bauliche Schwierigkeit sei gewesen, dass das Pflegezentrum direkt ans Spital andockt. «So musste das Spital oft Rücksicht auf den Bau des Pflegezentrums nehmen», sagt Caroline Feldmann. Von innen wird das Pflegezentrum etwas wohnlicher aussehen als das Spital und mehr auf langfristige Aufenthalte ausgerichtet sein.

Pflegedirektorin Susanne Vanini ist überzeugt, dass das neue Pflegezentrum den Bewohnerinnen und Bewohnern vor allem mehr Komfort bieten werde. «Heute möchten viele Leute nicht mehr zu viert in einem Zimmer leben», sagt Vanini. Auch dass jedes Zimmer nun über eine eigene Nasszelle verfügen soll, freut sie. Sie sagt:

«Das neue Pflegezentrum ist insgesamt moderner und frischer.»

Das sei auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter positiv. Diese werden aufgrund der Grösse des neuen Pflegezentrums beim Arbeiten in Zukunft aber längere Wege zurücklegen müssen. «Das wird eine Umstellung sein», sagt Vanini.