Schlieren

Spital Limmattal bot Jugendlichen einen Einblick in Gesundheitsberufe

Im Spital Limmattal erhielten die Jugendlichen einen Einblick in die Berufe im Gesundheitswesen.

Im Spital Limmattal erhielten die Jugendlichen einen Einblick in die Berufe im Gesundheitswesen.

Im Rahmen einer Infoveranstaltung versuchte das Spital Limmattal Jugendlichen Gesundheitsberufe schmackhaft zu machen. So konnten die Jugendlichen im Spital lernen, wie man sich die Hände korrekt desinfiziert, oder wie der Blutdruck gemessen wird.

Am Eingang des Spitals Limmattal ist alles wie gewohnt: Es ist ruhig, die Patienten spazieren im Frotteemantel und mit Infusionsständer durch die Gänge. Ihre Wege kreuzen sich mit denen von freundlichen Pflegerinnen und Pflegern in weissen Kitteln. Doch gleich neben dem Eingang bietet sich ein ungewohntes Bild: Rund zwanzig Jugendliche stehen im Kreis und blicken gespannt auf Xhylnas Selmani.

Die 18-jährige Auszubildende der Regiospitex Limmattal erklärt den interessierten Zuhörern, wie der Blutdruck gemessen wird. Dazu hat sich Selmani eine Teilnehmerin des Infotags geschnappt und drückt nun fleissig auf die Pumpe des Messgeräts.

«Der obere Wert liegt bei 140», sagt die Dietikerin und erklärt, wie sie darauf gekommen ist, während Umstehenden schüchtern näher treten, um einen Blick auf das Zifferblatt zu werfen.

Anlass für Selmanis Demonstration bietet der Infotag Gesundheitsberufe, an dem sich verschiedene Spitäler im ganzen Kanton Zürich beteiligten. Im Rahmen der Infoveranstaltung stellte das Spital Limmattal vergangenes Wochenende Posten auf, bei denen die Teilnehmenden etwa ausprobieren konnten, wie die Hände richtig desinfiziert werden oder eben wie der Blutdruck gemessen wird. Konkret wurden dabei drei Berufe vorgestellt: Assistent Gesundheit und Soziales, Pflegefachmann und Fachfrau Gesundheit (FaGe).

Vor allem Letzteres stösst seit Jahren auf grosses Interesse: «Jährlich schreiben wir zwölf Ausbildungsplätze für die FaGe aus und über 150 Bewerbungen werden eingereicht», sagt Irene Wirz, Berufsbildungsverantwortliche des Spitals Limmattal: «Bei uns hat man sehr gute Voraussetzungen für eine spannende und lehrreiche Ausbildung.» Angefangen von der Grösse und Vielfalt des Spitals bis hin zur Möglichkeit die Abteilung zu wechseln - das alles mache das «Limmi» besonders interessant, so Wirz.

Zusammengezählt habe das Spital Limmattal dann um die 80 Auszubildende gleichzeitig im Haus - von Hebammen, Fachangestellten Gesundheit bis hin zu Ernährungsberatern, erklärt sie: «Damit übertreffen wir sogar die Anforderungen des Gesundheitsdepartements des Kantons Zürich.»

«Es braucht ein grosses Herz»

«Auch wenn einem die Krankenhaus-Atmosphäre nicht zusagt, darf man sich gerne bei uns melden», sagt Marianne Humbel schmunzelnd. Sie ist Geschäftsleiterin der Spitex rechtes Limmattal und versichert, dass auch ausserhalb des Spitals - nämlich bei Hausbesuchen - abwechslungsreiche Aufgaben auf die Lernenden warten.

Dies kann auch die derzeitige Auszubildende Selmani bestätigen. Bald habe sie ihr erstes Jahr als Fachfrau Gesundheit hinter sich und schon einiges erlebt. «Natürlich habe ich Respekt davor, wenn jemand stirbt. Aber es ist wichtig, dass man in diesem Beruf viel Verständnis mitbringt.»

Und Selmani geht sogar noch weiter: «Es braucht einfach ein grosses Herz.» Davon ist auch Nadine Wettstein überzeugt. Sie ist ebenfalls FaGe in Ausbildung, allerdings im Spital Limmattal und bereits im dritten Jahr.

Geduldig steht auch sie den Jugendlichen Red und Antwort und macht aus ihrer Leidenschaft für den Beruf kein Geheimnis: «Ich bin wirklich begeistert von meiner Ausbildung. Wahrscheinlich liegt meine Begeisterung an meinem Helfersyndrom, das sich hier als gute Eigenschaft herausstellt.»

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