Spital Limmattal
Spital Limmattal: Am 3. Dezember wird Siegerprojekt bestimmt

Das Budget 2013 war komplizierter zu erstellen als frühere Voranschläge. Grund: Der auf Anfang Jahr eingeführte Finanzierungswechsel macht Vergleiche zu Vorjahren schwieriger. Budgetgrundlage bildet eine Basisrate von 9650 Franken; sie liegt 150 Fran

Jürg Krebs
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Soll bis 2018 durch einen Neubau ersetzt werden: Das Spital Limmattal.

Soll bis 2018 durch einen Neubau ersetzt werden: Das Spital Limmattal.

MU

Das Budget 2013 war komplizierter zu erstellen als frühere, weil der auf Anfang Jahr eingeführte Finanzierungswechsel Vergleiche zu Vorjahren schwieriger macht. Budgetgrundlage bildet eine Basisrate von 9650 Franken; sie liegt 150 Franken über dem Wert von 2012. Dadurch steigt der Umsatz.

Der Ertrag 2013 wird auf 128,5 Millionen Franken budgetiert, der Aufwand liegt bei 119,1 Millionen. Das Betriebsergebnis beträgt somit 9,4 Millionen. Der Ertragsüberschuss 2013 beträgt nach Abzug der Abschreibungen und vor Steuern schlussendlich 6,1 Millionen Franken. Der Gewinn wird zur Bildung von Eigenkapital verwendet, was erst mit den neuen Statuten möglich wird, die derzeit in den Verbandsgemeinden zur Abstimmung vorliegen.

10'300 stationäre Patienten

Das Spital Limmattal rechnet für den stationären Bereich im Jahr 2013 mit 10 300 Fällen. Dies sei eher konservativ gerechnet, wie die Spitalverantwortlichen am Mittwochabend den Delegierten der Verbandsgemeinden erklärten. Schwer vorauszusehen seien die Auswirkungen des Umbaus der Intensivpflegestation sowie des Weggangs der Gefässchirurgie und die Konkurrenz des Triemli («Da Vinci») und Verschiebungen von Patientenanteilen von Privat- zu Halbprivatversicherungen.

Der ambulante Bereich soll unter anderem durch die Verankerung neuer Angebote sowie den Ausbau bestehender Angebote gefestigt und entwickelt werden. Grundsätzlich, so hiess es gestern, sei der ambulante Bereich an seine Kapazitätsgrenzen gestossen.

2013 sollen 13 Millionen Franken investiert werden. Ein grosser Teil wird trotz Neubauplänen für die Sanierung der Infrastruktur, etwa die Intensivpflegestation, verwendet. Bis zum Bezug des Neubaus 2018 wird mit Investitionen ins Gebäude von bis zu 35 Millionen gerechnet.

Das Budget 2013 für das Spital Limmattal wurde von den Delegierten mit grossem Mehr angenommen. Das Budget 2013 für das Pflegezentrum wurde bereits im September verabschiedet.

Stengel-Nachfolge noch offen

Die Delegierten wurden darüber informiert, dass Regula Stengel, ärztliche Leiterin des Pflegezentrums das «Limmi» Ende Monat verlässt. Ersatz konnte laut dem ärztlichen Direktor, Basil Caduff, bis jetzt nicht gefunden werden. Es sei nicht einfach, Kaderpersonal zu rekrutieren. Als Übergangslösung springt Roland Kunz vom Spital Affoltern ein, der das Pflegezentrum einst selbst geleitet hatte.

VR löst Baukommission ab

Max Walter, Präsident der Baukommission und mit dem Neubauprojekt LimmiViva beauftragt, informierte über den Stand der Dinge. Der Vergabebeschluss für das Siegerprojekt wird am 3. Dezember gefasst. Informiert werden soll die Öffentlichkeit am 7. Dezember, so Walter. Die Baukommission wird nach der Delegiertenversammlung vom 23. Januar 2013 demissionieren. Das Projekt soll nachher seitens des Verwaltungsrats begleitet werden. Die Delegiertenversammlung vom Januar wird sich um den Neubau drehen.