Schlieren

Spielplatz für das neue Alterszentrum: Jung und Alt planen gemeinsam

Kinder und Seniorinnen und Senioren planen den Spielplatz für das neue Schlieremer Alterszentrum.

Der Primarschüler Mattia ist einer der Gesprächsmoderatoren des Hofi-Parlaments. Er soll eine Diskussionsgruppe mit Kindern und Senioren im Singsaal des Schlieremer Schulhauses Hofacker leiten. Mattia weiss, welches Resultat er nach zwei Stunden abliefern muss. «Am Ende sollen wir uns auf zwei Gestaltungsthemen einigen, die wir vertiefen wollen», sagt er. Im Vorfeld haben sich die zwei Altersgruppen bereits separat getroffen, um über die Gartenanlage des künftigen Alterszentrums zu diskutieren.

Die Senioren haben auf weissen Blättern ihre Wünsche wie «Pflanzen», «grosse Bäume», «Spiele» und «einen erhöhten Platz, um die Leute zu beobachten» aufgeschrieben. Auch die Kinder notierten ihre Wünsche: «Viel grüne Natur», «einen Brunnen», «eine grosse Schlangenrutschbahn» und «Kunst» steht auf einem gelben Blatt. Während der Diskussionsrunde sollen sie ihre Wünsche zusammenfassen und zu einem gemeinsamen Resultat kommen.

«Uns geht es darum, mehr Platz für Kinder zu schaffen»

Das Projekt wurde von Pro Juventute organisiert. Die Organisation für Kinder und Jugendliche will mit den Gartenanlagen von Alterszentren dem mangelnden Freiraum entgegenwirken. «Uns geht es darum, mehr Platz für Kinder zu schaffen», sagt Matias Dabbene, Programmverantwortlicher bei Pro Juventute. Momentan werden schweizweit drei Projekte in diesem Rahmen umgesetzt. In Schlieren betrifft das Projekt die Aussenanlage des neuen Alterszentrums. Dort soll Raum entstehen, der von Jung und Alt geteilt wird. Um diesen Platz zu gestalten, setzt sich das Hofi-Parlament mit einigen Schlieremer Senioren zusammen.
Noch ist nicht sicher, wie die Aussenanlage aussehen wird, dafür sind die Pläne der altersdurchmischten Planungsgruppe noch zu vage. Sicher ist jedoch, dass sich der Schlieremer Stadtrat bereits verpflichtet hat, die Hälfte der Vorschläge, welche die Kinder gemeinsam mit den Senioren zusammengetragen haben, umzusetzen.

Die Ideen reichen von einer Seilbahn bis zum Boccia-Platz

«Ich möchte eine Rutschbahn», sagt eines der Mädchen. Diese werde wohl den Senioren nicht so viel bringen, wirft ein Mitarbeiter ein. «Oh doch, wir können zuschauen und auch ein wenig bewachen», sagt der Senior am Tisch. Eine andere Gruppe wünscht sich eine Seilbahn. Die Vorlage dafür haben sie bereits auf das Papier gezeichnet. In einer weiteren Gruppe besprechen die Kinder und Seniorinnen, ob man nicht einen Boccia-Platz planen könnte. Auch andere Ideen wie beispielsweise eine Wand mit Löchern, in die man Bälle werfen kann, kommen aufs Tapet. Das sei eine gute Idee, da bei diesem Spiel junge und alte Menschen mitmachen können, meint einer der Schüler.
Die Älteren und die Kinder sind überrascht von der Offenheit der anderen. «Die Kinder wollen etwas mit uns machen», sagt ein Senior in der Znünipause. Auch die Kinder scheinen zufrieden zu sein. «Es war lustig und spannend mit den Senioren. Sie denken auch für uns Junge und haben einfallsreiche Ideen», sagt Mattia.

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