Spektrum

Spektrum, Orgelsurium, «Linde»: Sie vereinigen sich zur Kult-Chuchi

Sie haben gestern den Verein Kult-Chuchi gegründet: Martina Kohler, Harry Landis, Jackie Rubi, Maya Grossmann, Dieter Rüetschi und Ursula Hofstetter.

Der neue Verein «Kult-Chuchi Winige» organisiert künftig die Kulturveranstaltungen in der Weininger «Linde».

Am Freitag um 13.32 Uhr war es so weit: Jackie Rubi eröffnete im Gubrist-Stübli im Weininger Restaurant Linde die Gründungsversammlung eines neuen Vereins. Der Name: «Kult-Chuchi Winige». Er hat sich auf die Fahne geschrieben, attraktive kulturelle Veranstaltungen durchzuführen. Einheimische und internationale Stars sollen im «Linde»-Saal das Publikum aus nah und fern begeistern. Zusammen mit den Köstlichkeiten aus der Küche der «Linde», versteht sich.

Zwar hat Maya Grossmann – «Linde»-Wirtin seit über fünf Jahren und Tunnelpatin der sich im Bau befindlichen dritten Gubrist-Röhre – bereits bisher kulturelle Anlässe in der «Linde» durchgeführt. Neu soll deren Besuch aber einem grösseren Bevölkerungsteil möglich sein. Denn heute kosten manche Shows mit Apéro und 3-Gang-Dinner über 100 Franken. Weil der finanzielle Aufwand zum Beispiel für Künstler-Gagen beträchtlich ist. Das alles privat zu finanzieren ist zwar möglich, treibt aber die Preise in die Höhe.

Restaurant konzentriert sich aufs Kulinarische

Der Verein Kult-Chuchi Winige ist hingegen gemeinnützig. Und wird, um seinen Zweck zu erfüllen, auf Sponsoren, Gönner, Förderer und Mäzene angewiesen sein. Das Restaurant Linde als Unternehmen wird neu nur noch um den kulinarischen Teil besorgt sein. Und den Platz zur Verfügung stellen: den grossen «Linde»-Saal im ersten Obergeschoss.

Bei der historischen Gründungsversammlung war der ganze Vorstand des neuen Vereins vertreten. Neben Vizepräsidentin Jackie Rubi und Präsidentin Maya Grossmann sind dies die Aktuarin Ursula Hofstetter, die für die Finanzen zuständige Martina Kohler, der Revisor Harry Landis sowie Dieter Rüetschi, der für die Technik und die Infrastruktur verantwortlich zeichnet.

Die Zusammensetzung des Vorstands zeigt: Hier versammeln sich Macherinnen, die dem rechten Limmattal schon unzählige kulturelle Höhepunkte beschert haben.

Ursula Hofstetter, alt Gemeindepräsidentin von Geroldswil, führte rund drei Jahrzehnte lang den Verein Spektrum in Geroldswil, der 2015 nach 42 Jahren aufgelöst wurde. Unter anderem hat er jeweils die legendäre Kulturparty auf dem Geroldswiler Dorfplatz organisiert. Und Jackie Rubi hat mit ihrem Orgelsurium in Unterengstringen einen Ort für Orgeln und Konzerte geschaffen, wie es so keinen zweiten gibt. Insbesondere dafür ehrten die Leserinnen und Leser der Limmattaler Zeitung Rubi 2017 mit dem Titel Limmattalerin des Jahres. 2018 fand das Grande Finale im Orgelsurium statt und diesen Oktober wird der Verein nun offiziell aufgelöst.

Es sollen rund 25 bis 30 Anlässe pro Jahr werden

Spektrum, Orgelsurium und «Linde»: Die Gründung der Kult-Chuchi Winige gestern Mittag ist eigentlich eine Fusion. «Der ‹Linde›-Saal ist prädestiniert für solche Anlässe», sagt zudem Jackie Rubi. Sie muss es wissen, wurden doch die Konzerte im Orgelsurium auch kulinarisch begleitet. Im «Linde»-Saal haben rund 100 Personen Platz.

Den Kulturbetrieb nimmt der Verein per Januar 2020 auf. Dann findet der erste Anlass unter seiner Trägerschaft statt.

Revisor Harry Landis, er ist auch Weininger Gemeinderat, freut sich über den neuen Verein. «Es ist schön, wenn das Dorf so lebendig ist. Eine tolle Geschichte.» Rund 25 bis 30 Anlässe pro Jahr will die Kult-Chuchi Winige durchführen – wie früher das Orgelsurium.

Heute Samstag soll auf www.kult-chuchi.ch eine erste Website aufgeschaltet werden. Als Nächstes wird nun beispielsweise das Bankkonto bei der Raiffeisen eröffnet und es werden mögliche Gönner angeschrieben. Es gibt viel zu tun.

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