Schlieren

Spass und Würfelglück führten zum Titel – Fouls zu Liegestützen

Bereits zum siebten Mal fand das Promi-Fussballturnier des Grümpi in Schlieren statt. Lokalpolitiker spielten gegen Fussballklubs und Firmen-Teams. Die Stimmung war gut und ein Nicht-Fussballer-Team holte schlussendlich den Pokal.

Heey, heey Baby, uh, ah», schallt es über das Fussballfeld der Sportanlage Zelgli in Schlieren. Kinder fahren mit ihren Velos um den Platz, die Erwachsenen stehen an den Banden oder sitzen auf den Festbänken im kleinen Zelt und essen und trinken.

Es herrscht Bierfest-Stimmung, nicht nur wegen des DJ-Ötzi-Hits, auch die lauten Sprüche des Moderators, die ihm locker von der Zunge rollen, oder die Zurufe des Publikums an die Fussballer, zeugen von der entspannten Atmosphäre.

Es ist die siebte Ausgabe des alljährlichen Promiturniers des «Grümpi 14». Die Promis sind nicht etwa Ex-Miss-Schweiz, Fernsehprominenz oder Profisportler aus anderen Disziplinen. Nein, hier schnüren Lokalpolitiker die Fussballschuhe, zum Beispiel aus dem Zürcher Stadtparlament, dem Stadthaus Schlieren oder der Gemeinde Unterengstringen.

Die Promis spielen jeweils auf dem ersten Feld gegen andere Promis, während auf dem zweiten Feld die Fussballclubs und Firmen-Teams, wie die ZKB Schlieren, gegeneinander antreten.

Die Damen des FC Schlieren ist die einzige reine Frauenmannschaft, die am Turnier teilnimmt. Doch auch die anderen Teams haben neu die Auflage, mindestens zwei Frauen ins Team zu nehmen. Letztes Jahr war es nur eine Frau pro Mannschaft. Den Grund dafür erklärt Co-Organisator Thomas Landis. «Wenn man Fussball-erprobte Männer auf das Feld lässt, kriegen die gleich glänzende Augen und sind total im Wettkampf drin. Die muss man dann etwas bremsen. Wir haben gute Erfahrungen mit gemischten Teams gemacht.»

Auch sonst wird Fairness, wie auch schon in den vergangenen Jahren, grossgeschrieben. Wer jemanden foult, muss zehn Liegestütze machen und am Ende jedes Spiels entscheidet ein Stoff-Würfel, wie viele Zusatzpunkte ein Team kriegt. «Diese Punkte waren für gewisse Teams echt entscheidend», sagt Landis. All diese Massnahmen sollen den Spassfaktor des Turniers in den Mittelpunkt stellen.

So kam es dann auch, dass die Fussballer ihren Ehrgeiz im Zaum hielten und die Amateur-Mannschaft der ZKB Schlieren das Siegertreppchen zum ersten Platz hochsteigen durfte. Die Zürcher Stadtparlamentarier landeten auf dem zweiten Platz und verhinderten damit den grossen Triumph der Heimmannschaften. Denn gleich dahinter platzierten sich der Vorstand des FC Schlieren und die Auswahl des Gewerbevereins Schlieren.

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