Oetwil/Geroldswil
Sparpotenzial ist ausgeschöpft – Steuern werden erhöht

Die Primarschulgemeinde Oetwil-Geroldswil kommt für 2015 nicht um eine Steuerfusserhöhung herum.

Sandro Zimmerli
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Primarschulhaus Huebwies (Archivbild)

Primarschulhaus Huebwies (Archivbild)

Sandro Zimmerli

Bereits seit zwei Jahren wird davon gesprochen. Nun trifft es ein. Die Primarschulgemeinde Oetwil-Geroldswil muss den Steuerfuss für 2015 von 32 auf 37 Prozent anheben. Ohne diese Massnahme droht wie bereits in den vergangenen zwei Jahren ein Defizit in der Höhe von einer Million Franken oder mehr. Aus Sicht der Schulpflege ist das nicht mehr zu verantworten. Zumal sie in diesem Jahr bereits eine Million Franken an Fremdkapital aufnehmen musste, um den laufenden Betrieb zu finanzieren.

Zur schwierigen finanziellen Situation haben unter anderem sinkende Steuereinnahmen geführt. Betrugen die Erträge aus Vorjahressteuern in den Jahren 2011 und 2012 noch je rund 1,2 Millionen Franken, waren es 2013 rund 700 000 Franken weniger. Gemäss Schulpflege dürften sich die Vorjahressteuern auf diesem Niveau einpendeln.

Anderweitig Geld einzusparen ist laut Marcel Meier, Finanzvorstand der Primarschulgemeinde, nicht mehr möglich. «Annähernd 90 Prozent der Kosten sind durch den Kanton vorgegeben. Für die Schule ist der Einfluss darauf sehr gering und unser Sparpotenzial ist ausgeschöpft», so Meier. Schon heute würden nur die notwendigsten Investitionen getätigt. Es komme überdies nicht infrage, dass weitere Darlehen aufgenommen werden müssten, um die laufenden Kosten decken zu können.

Komme hinzu, dass für die nächsten Jahre hohe Kosten die Schule weiter belasten würden. «Im Finanzplan 2014-2018 sind pro Jahr zwei Millionen Franken ausgewiesen», sagt Meier. Ein grosser Brocken sei das Schulhaus Fahrweid. Dieses ist mittlerweile 50 Jahre alt und sanierungsbedürftig. «Insgesamt rechnen wir für die Sanierung mit rund acht Millionen Franken», erklärt Meier.

Schülerzahlen steigen

Ein weiterer Kostenfaktor in den kommenden Jahren sind die steigenden Schülerzahlen. «Laut Prognosen wird die Schülerzahl von heute 619 bis in vier Jahren auf 680 ansteigen», so Meier. Rund 60 zusätzliche Schüler würden drei neuen Klassen entsprechen. Für diese müssten weitere Lehrer angestellt und neues Lehrmaterial angeschafft werden. Ob die beantragte Steuerfusserhöhung gutgeheissen wird, entscheidet sich morgen Dienstag.

Dann befindet die Primarschulgemeindeversammlung über den Voranschlag. Dieser rechnet dank der Steuerfusserhöhung mit einem Ertragsüberschuss von 19 000 Franken vor. Bei den Investitionen sind 200 000 Franken veranschlagt. Davon sind 120 000 Franken für die Sanierung der Duschanlagen im Schulhaus Huebwies in Geroldswil und 80 000 Franken für die Schulraumplanung für die Schulhausanlage Fahrweid vorgesehen.

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