Limmattal

Sparantrag des Kantons trifft Limmattalbahn nicht

Limmattalbahn Visualisierung, Bahnhof Dietikon

Limmattalbahn Visualisierung, Bahnhof Dietikon

Durch 30 Millionen Franken weniger Einlage in den Verkehrsfonds soll das Budget des Kantons verbessert werden. Für den Bau der Limmattalbahn wird dennoch genug Geld vorhanden sein.

 Geht es nach der Finanzkommission (Fiko) des Kantonsrates, dann soll das Budget 2017 um 46 Millionen Franken verbessert werden. Erreichen will das die bürgerliche Mehrheit der Mitglieder durch zwei Massnahmen, die am Donnerstag präsentiert wurden: Einerseits soll die Lohnsumme beim Staatspersonal stärker reduziert werden als vom Regierungsrat beantragt. Andererseits soll die Einlage in den Verkehrsfonds um 30 Millionen gekürzt werden.


Anstatt 50 Millionen Franken, wie vom Regierungsrat vorgesehen, sollen im kommenden Jahr nur 20 Millionen Franken in den Fonds für den öffentlichen Verkehr fliessen, aus dem unter anderem auch die Limmattalbahn finanziert wird.

Auf deren Realisierung wird die Kürzung – sollte sie vom Kantonsrat abgesegnet werden – allerdings keinen Einfluss haben. «Im Verkehrsfonds sind mehr als genug Mittel. Eine temporär tiefere Einlage ist deshalb vertretbar», sagt der Dietiker CVP-Kantonsrat Josef Wiederkehr. Die Realisierung der Limmattalbahn sei dadurch nicht gefährdet.

NEUES VIDEOS VERWENDEN Eine Fahrt mit der Limmattalbahn gefällig? Die geplante Strecke im Schnelldurchlauf – inklusive Haltestellen.

Eine Fahrt mit der Limmattalbahn gefällig? Die geplante Strecke im Schnelldurchlauf – inklusive Haltestellen.

Die Redaktoren der Limmattalerzeitung sind die künftige Strecke schone einmal abgefahren, respektive abgelaufen.


Weniger Geld auch 2018 und 2019


Auch die Dietiker SP-Kantonsrätin Rosmarie Joss sagt, dass für den Bau der Limmattalbahn genügend Geld im Verkehrsfonds vorhanden sei. Sie warnt jedoch davor, dass bei weiteren Kürzungen künftige Infrastrukturprojekte gefährdet sein könnten. Gegenüber der «NZZ» sagte Fiko-Präsidentin Beatrix Frey-Eigenmann (FDP), dass die Bürgerlichen eine Einlage von 20 Millionen Franken in den Verkehrsfonds auch 2018 und 2019 beibehalten wollen.

Dadurch soll der Haushalt in den nächsten drei Jahren um 90 Millionen Franken entlastet werden. Dass die Limmattalbahn nicht von einer allfälligen Kürzung beim Verkehrsfonds betroffen ist, bestätigt auf Anfrage auch die Volkswirtschaftsdirektion. Die Beratung des Budgets 2017 wird der Kantonsrat am 12. Dezember aufnehmen. Er hat dafür mehrere Sitzungen reserviert. Der Entwurf des Regierungsrats rechnet bei einem Gesamtaufwand von 15,2 Milliarden Franken mit einem Plus von 16,8 Millionen Franken. Durch die von der Fiko beantragten Anpassungen würde ein Ertragsüberschuss von 62,9 Millionen Franken resultieren.


Der Baustart für die erste Etappe der Limmattalbahn, die von Altstetten nach Schlieren führt, ist für September 2017 vorgesehen. Die Aufträge im Bereich Bahntechnik wurden bereits Anfang dieses Jahres vergeben. Vor zwei Wochen folgte die Ausschreibung für die nötigen Tiefbauarbeiten. Der Zuschlag erfolgt voraussichtlich im Mai 2017. Der zweite Abschnitt von Schlieren bis Killwangen/Spreitenbach, soll ab 2019 realisiert werden. Die Inbetriebnahme der insgesamt 13,5 Kilometer langen Strassenbahn ist für 2022 geplant. Ab dann sollen die Trams zwischen Altstetten und Killwangen Zürich Altstetten zuerst im 15-Minuten-, danach im 7,5-Minuten-Takt verkehren.

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