Dieser Sommer begann für die Bademeister nicht gerade berauschend. Durch den ständigen Regen und die tiefen Temperaturen war der Gedanke an ein erfrischendes Bad bis Anfangs Juli nahezu abstrakt. Doch dann, pünktlich auf die Schulferien, kam der Sonnenschein und brachte den Freibädern Eintritt um Eintritt ein. Nun ist die Saison zu Ende und die Badis im Limmattal können allesamt auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken.

Besser als 2012

Die Badi «Zwischen den Hölzern» in Oberengstringen zählte dieses Jahr gut 53 000 Eintritte. Das sind 14 Prozent mehr als im letzten Jahr. «Wir sind mit diesem Ergebnis sehr zufrieden», sagt Thomas Kralemann vom Sportamt Zürich, an dem die Badi angegliedert ist.

Ebenfalls glücklich ist man in der Birmensdorfer Badi Geren: «Mit gut 39 000 Besuchern haben wir knapp 10 Prozent zulegen können», sagt Pächterin Marlies Graf.
Die Badi Fondli in Dietikon schliesst sich an und sieht ebenfalls auf eine erfolgreiche Saison zurück. Geöffnet hatte sie aufgrund der Sanierung des Bades zwar nur zwei Monate.

Es waren allem Anschein nach aber die richtigen zwei Monate: Allein in dieser Zeitspanne konnte die Dietiker Badi 55 500 Besucher anlocken. «Natürlich war hauptsächlich das gute Wetter für diese positiven Zahlen verantwortlich», sagt Oskar Schildknecht, Leiter der Badi Fondli.

Jedoch erklärt er sich einen Teil des Erfolges auch damit, dass viele Leute vom neu sanierten Bad angezogen wurden: «Wir konnten diese Saison auch viele Menschen anlocken, die nicht aus Dietikon sind. Aber wie sich die Sanierung auf die Besucherzahlen auswirkt, sehen wir erst nächstes Jahr definitiv.»

Die Badi Weihermatt in Urdorf zählt ihre Eintritte nicht. Anhand der Buchhaltung kann Franz Wipfli von der Gemeindeverwaltung trotzdem mit Sicherheit sagen, dass dieses Jahr auch bei ihnen besser lief als letztes Jahr. «Die zweite Saisonhälfte hat den Sommer umsatzmässig gerettet», sagt Wipfli.

Kein Zurück mehr in Schlieren

Auch die Bio-Badi Im Moos in Schlieren konnte dieses Jahr mehr Besucher anlocken als im letzten Jahr. Über 21 000 Eintritte wurden dieses Jahr gezählt. Das sind gut 10 Prozent mehr als in der Saison 2012.

Grundsätzlich gingen die Besucherzahlen seit der Umwandlung zur Bio-Badi jedoch zurück. «Vor allem Jugendliche wählen eher die neu sanierte Badi Fondli mit Rutschbahn und Kletterwand», erklärt André Thoma, Leiter des Sekretariats Werke.

Eine Rückwandlung zum konventionellen Freibad kommt für André Thoma dennoch auf keinen Fall infrage: «Das Volk wollte eine Bio-Badi und jetzt haben wir eine. Ein Zurück gibt es nicht mehr.» Thoma ist angesichts der steigenden Besucherzahlen zuversichtlich. Die Bevölkerung brauche einfach noch Zeit, um sich an das neue Phänomen einer Bio-Badi zu gewöhnen.

Badi «Möösli» informiert

Die SVP Schlieren lud am Freitag zu einer Informationsveranstaltung in die Schlieremer Bio-Badi Im Moos ein. 25 Besucher wurden durch das Gelände geführt und liessen sich vom Bademeister Mihajlo Nikic und Brunnenmeister Carlos Pighin Funktion, Unterhalt und Pflege des vollbiologischen Reinigungssystems erklären. Die Veranstaltung war laut Ruedi Dober, Präsident der SVP Schlieren ein voller Erfolg. «Es ist wichtig, dass die Bevölkerung über diese Art von Freibad gründlich informiert wird», sagt Dober.