Weiningen
SP-Nationalrat Hardegger: «Wir sitzen alle im selben Boot»

Der SP-Nationalrat Thomas Hardegger mahnte die Bevölkerung, sich als Schicksalsgemeinschaft zu verstehen, und sich gegenseitig Beistand zu leisten.

Florian Niedermann
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An der 1.August-Feier im Föhrenwäldli in Weiningen herrschte ausgelassene Stimmung.
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An der vom Quartierverein organisierten Bundesfeier konnten sich die Anwesenden im Stiefelwerfen messen
Die Bundesfeier in Weniningen lockte zahlreiche Besucher an.
Weinbauer Hans-Heinrich Haug mimte den Walterli
Der Vize-Präsident des Quartiervereins, Samuel Bosshard (links im Bild), schaut einem Olympiaden-Teilnehmer bei seinem Wurf zu
Für die Weininger gab es Getränke und Spaghetti zur Verpflegung
Neben Stiefelwerfen und Steinstossen stand auch Armbrustschiessen auf dem Programm der Olympiade

An der 1.August-Feier im Föhrenwäldli in Weiningen herrschte ausgelassene Stimmung.

Florian Niedermann

Er verstehe sehr gut, weshalb sich die hiesigen Behörden für den Autobahndeckel am Gubristportal einsetzen würden, sagte Hardegger. Schliesslich erinnere er sich noch gut an Sonntagsspaziergänge ins Klsoter Fahr, «über Feld und durch den Wald, noch ohne Autobahneinschnitte.»
Hardegger sprach die Zuhörer mit «liebe Eidgenossinnen, liebe Eidgenossen» an. Er verwies darauf, dass die UNO das Jahr 2012 zum Jahr der Genossenschaften erklärt habe.
In Zeiten der Banken- Euro-, Hypotheken und Finanzkrisen wäre man gut beraten, sich wieder auf die «Eid-Genossenschaft» zu besinnen, sagte Hardegger: «Die Idee der Genossenschaften ist in der alten Eidgenossenschaft eine Idee gewesen, die es brauchte, um gemeinsam stark zu sein gegenüber den Adligen.» Genossenschaftliche Konzepte seien in verschiedenen Bereichen bis heute erhalten geblieben und habe sich bewährt. Die Schweiz sei eine Schicksalsgemeinschaft, die zusammen bestehen oder zusammen untergehen werde - sowohl wirtschaftlich als auch gesellschaftlich.
Hardegger stellte fest, dass Genossenschaften etwas aus der Mode gekommen und im Finanz- und Hypothekenbereich durch Spekulationen ersetzt worden seien. Das habe sich jetzt gerächt.
Der SP-Nationalrat erinnerte seine Zuhörer daran, dass die Schweizerinnen und Schweizer als «Eidgenossenschafter» mitverantwortlich für den Erfolg dieses Landes seien. Durch die direkte Demokratie habe man ein Mitbestimmungsrecht in der Schicksalsgemeinschaft Schweiz. Hardegger kritisierte, dass bei einzelnen Abstimmungen dennoch Stimmbeteiligungen von weniger als 30% zustande kämen. «Die direkte Demokratie lebt davon, dass sich die Einwohnerinnen und Einwohner in ihrer Gemeinde engagieren», sagte Er.
Schliesslich verwies Hardegger auch auf die zukünftigen Herausforderungen, die auf die Schweiz zukommen werden. Inbesondere der bewusste Umgang mit natürlichen Ressourcen, werde für das Wachstum unserer Gesellschaft entscheidend sein. Ein qualitatives Wachstum verlange auch Opfer von der Bevölkerung. Diese seien aber nötig, und müssten von allen Mitgliedern der Schicksalsgemeinschaft Schweiz erbracht werden, so Hardegger: «Schliesslich sitzen wir alle im selben Boot.»

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