Limmattal

Sonnenblume als Glücksbringer: So werden die Erstklässler begrüsst

Schulen haben verschiedene Begrüssungsrituale für neue Erstklässler.

Heute ist für viele Kinder ein spezieller Tag in ihrem Leben: Zum ersten Mal gehen sie in die Schule. Um diesen besonderen Moment würdig zu begehen, haben verschiedene Limmattaler Schulen in den letzten Jahren Begrüssungsrituale für die neuen Erstklässler eingeführt.

In Uitikon werden laut Schulleiter Amadé Koller heute Morgen in allen drei Primarschulhäusern kurze, spezielle Anlässe stattfinden, an denen die neuen Schüler durch die Schulleitung und die Lehrpersonen begrüsst und vorgestellt werden. Teilweise werden gemeinsam Lieder gesungen, wie etwa im Schulhaus Rietwis.

Ein spezielles Ritual hat die Primarschule Birmensdorf. Dort werden alle neuen Schüler und ihre Eltern auf dem Pausenplatz von der Schulleiterin Monika Mäder begrüsst. «Wir machen das schon seit zehn Jahren so», sagt Mäder. «Zudem erhält jedes Kind eine Sonnenblume. Diese soll als Glücksbringer für eine gute Schulzeit dienen.» Nach der Begrüssung werde von jedem Kind mit seinem neuen Schulthek und seiner Blume ein Foto gemacht. Laut Mäder dürfen danach alle Eltern eine Stunde mit ihren Kindern in den Unterricht kommen. Später hätten sie die Möglichkeit, sich im Begrüssungscafé des Elternrats auszutauschen.

Ein Begrüssungsritual kennt man auch in Urdorf im Primarschulhaus Zentrum. «Die Erstklässler werden besungen und von den Lehrern willkommen geheissen. Danach beginnt der Unterricht, wobei es am ersten Schultag eher darum geht, sich gegenseitig kennen zu lernen und das Schulhaus zu erkunden», sagt Schulleiter Roger Bösch.

Begrüssungsritual in Planung

Anders ist es im Schulhaus Weihermatt in Urdorf. Dort hat man bis jetzt keine Begrüssungsrituale. «Für die Eltern organisiert der Elternrat Weihermatt ein Begrüssungscafé, sonst haben wir kein gesamtschulisches Willkommensritual», sagt Schulleiter Michael Gerber. Die Kindergärtler würden aber schon vor den Sommerferien ins Schulhaus kommen, um die Lehrpersonen und die Klassenzimmer kennen zu lernen. Für nächstes Jahr wolle man dagegen etwas Spezielles planen.

Nicht an allen Schulen findet die Willkommensfeier am heutigen Montag statt, so beispielsweise im Schulhaus Fahrweid, wo der Begrüssungsanlass erst am kommenden Freitag durchgeführt wird. «Wir wollen die neuen Schüler nicht überfordern und lassen sie zuerst einmal ankommen und sich ein bisschen einleben», sagt Schulleiterin Karin Amstein. «Nachdem sie ihre erste Woche überstanden haben, gibt es eine Willkommensfeier.» Der Treffpunkt Fahrweid, der während des ganzen Schuljahrs zwölfmal stattfindet, werde sich am Freitag rund um die neuen Schüler drehen.

Auch im Primarschulhaus Büel in Unterengstringen werden die Erstklässler erst am Mittwoch begrüsst. Zuerst müsse sich alles ein bisschen einspielen, findet Schulleiter Beda Durschei. «Am Mittwoch werden dann aber alle neuen Schüler unter einem Spalier durchgehen und auf der Bühne einzeln vorgestellt sowie begrüsst. Sogar besungen werden sie von ihren älteren Mitschülern», sagt Durschei. Zudem erhalte jede neue erste Klasse eine Göttiklasse, die sich um sie kümmert. Von ihnen erhielten die neuen Schüler auch ein Willkommensgeschenk. «Die Göttiklasse zeigt den neuen Schülern das Schulhausareal und hilft ihnen bei der Orientierung», so Durschei.

Auch im Schulhaus Wolfsmatt in Dietikon haben alle neuen Schülerinnen und Schüler ein Gotti oder einen Götti während des ersten Jahrs, sagt Schulleiterin Helen Pianezzi. «Wir begrüssen alle Schüler am Montagnachmittag mit einer Willkommensfeier», so Pianezzi.

In der Primarschule Hofacker in Schlieren wird das jährliche Aufnahmeritual der neuen Schüler am Donnerstagmorgen stattfinden. Die Kinder werden alle einzeln vorgestellt und aufgerufen, dann laufen sie durch ein Spalier und sind somit Teil der Schule Hofacker, sagt Schulleiterin Verena Kocher. Als Glücksbringer für einen guten Schulanfang erhalten alle einen Glückskäfer.

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